Es gibt immer mehr mobile Hühnerställe

Eier: Landwirte im Landkreis setzen auf Direktvermarktung

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Vom Hühnerstall ins Osternest: Alexandra Knöfel betreibt in Anraff mit ihrem Ehemann Jan einen Legehennenhof mit 6000 Bio-Hennen.

Waldeck-Frankenberg. Gerade zu Ostern ist die Nachfrage nach Eiern groß. Das spüren auch Landwirte in Waldeck-Frankenberg, die auf ihren Höfen Legehennen halten. Auffällig ist: Das Interesse an diesem Zweig der Landwirtschaft scheint zuzunehmen.

„In den letzten Jahren sind in Waldeck-Frankenberg einige Ställe neu gebaut worden. Es handelt sich ausnahmslos um Ställe mit Freilandhaltung“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Frankenberg. Außerdem setzten einige Landwirte auf mobile Ställe (siehe Hintergrund unten).

Eckel macht aber ebenfalls deutlich, dass die Eierproduktion in Waldeck-Frankenberg im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands eine untergeordnete Rolle spielt. „Wir haben etwa 15 Betriebe, die in größerem Rahmen Eier produzieren. Es handelt sich ausnahmslos um kleine und mittlere Betriebe“, sagt er. Dominierende Haltungsform seien die Freilandhaltung, oft in Verbindung mit ökologischem Landbau. Es gebe aber auch klassische Bodenhaltung.

„Eier eignen sich gut für die Direktvermarktung, diese ist für unsere Eierproduzenten ein wichtiges Standbein. Aber auch die Kunden wollen wissen – gerade bei Eiern – wie die Tiere gehalten werden und wo die Eier herkommen. Sie nehmen weitere Wege und höhere Preise gern in Kauf“, sagt der Geschäftsführer.

Eckel schätzt, dass es im Kreis deutlich unter 100.000 Legehennen gibt. In den niedersächsischen Eierhochburgen sei das ein kleiner Betrieb. „Der größte Eierproduzent hat bei uns 12.000 Tiere, das ist ein Bio-Betrieb. Die anderen Halter haben zwischen wenigen Hundert bis zu 6000 Tiere.“ Die neugebauten Ställe liegen laut Eckel alle im nördlichen Kreisteil, während im Südkreis einige Hühnermobile angeschafft worden seien.

Laut Landkreis gibt es in Waldeck-Frankenberg derzeit acht Betriebe mit mehr als 1000 Legehennen.

Mobile Hühnerställe

Das Internet-Fachportal „ökolandbau.de“ sieht viele Vorteile bei mobilen Hühnerställen. Legehennen in der Freilandhaltung neigten dazu, die Auslauffläche im stallnahen Bereich sehr intensiv zu nutzen und abzuweiden, was sich meist negativ auf Bewuchs, Boden und Grundwasser auswirke. „In der mobilen Hühnerhaltung können durch das Versetzen der Mobilställe solche unerwünschten Folgen der intensiven Auslaufnutzung deutlich reduziert werden“, heißt es. Ein weiterer Vorzug mobiler Hühnerställe sei, dass sie die Möglichkeit zur Haltung kleinerer Tierbestände bieten. Dies vereinfache vor allem kleinen Betrieben den Einstieg in die Hühnerhaltung.

Das Porträt eines Bio-Legehennenbetriebs lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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