Frauen am Arbeitsmarkt gefragt: Auswirkung auf Kita-Plätze

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis steht mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent kurz vor der Vollbeschäftigung. Freie Jobs zu besetzen ist schwierig geworden.

„Wir wollen die ,stille Reserve’ aktivieren, die vor allem aus Frauen besteht“, erklärt Kerstin Wickert-Strippel, Beauftragte für Chancengleichheit am Stellenmarkt bei der Korbacher Arbeitsagentur.

Ihr zur Seite stehen Maddalena Schützenmeister, Koordinatorin des Wildunger Mehrgenerationenhauses (MGH), und Corinna Arnold, Wiedereinstiegsberaterin der Agentur. Arnold hält Sprechstunden ab in Korbach, Frankenberg und Bad Wildungen.

Arnold macht speziell den Frauen der „stillen Reserve“ Mut: Müttern, die zurück ins Berufsleben streben, Teilzeitkräften, die gerne eine volle Stelle hätten, Frauen, die unterhalb ihrer Qualifikation tätig sind und lieber im angestammten Beruf arbeiten würden, oder Auspendlerinnen. Ein Frühstückstreffen im Mehrgenerationenhaus diese Woche bietet zudem die Möglichkeit, sich zu informieren.

Die Initiative trifft den Nerv bei Frauen und Familien, meint Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann: „Besonders die jungen Mütter streben früher zurück in den Beruf. Wir sehen das an erhöhter Nachfrage nach Kita-Plätzen.“ Aktuell bräuchten noch rund 40 Kinder einen Kita-Platz, viele unter drei Jahren. (su)

Welche Auswirkungen dies durch die gestiegene Nachfrage nach U3-Plätzen und auf das Personal hat, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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