Nur in Frankenberg denkt man über Kameras nach

Hessen will mehr Videoüberwachung: Kaum Thema in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. In Hessen soll es laut Landesregierung mehr Videoüberwachung geben. In Waldeck-Frankenberg spielt das Thema allerdings kaum eine Rolle, nur Frankenberg denkt über mehr Kameras nach.

Auf Nachfrage hieß es aus den Rathäusern in Korbach, Willingen, Bad Arolsen und Bad Wildungen, eine Installation von Videoanlagen zur Überwachung sei nicht geplant. In Frankenberg könnte man sich die Einrichtung einer solchen Anlage am Bahnhof eventuell vorstellen.

„Das würde im Rahmen des Umbaus des Bahnhofsgebäude passieren“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. Also Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden Jahres. Der Hintergrund: „In der Vergangenheit hat es mehrere Fälle von Vandalismus am Bahnhof gegeben.“ Man verspreche sich durch die Kameras einen Abschreckungseffekt beziehungsweise eine bessere Aufklärung der Vorfälle.

Wie diese Videoüberwachung dann gestaltet werden würde oder wie umfangreich sie sein soll, sei aber noch offen, sagt Heß. Natürlich müsse man sich an die gesetzlichen Vorgaben und Datenschutzregeln halten. Die seien aber momentan aufgrund der Aktualität des Themas „im Fluss“. Man müsse abwarten und das Thema diskutieren.

Nach Angaben des Hessischen Städtetags ist die Videoüberwachung vor allem für die großen Kommunen in der Rhein-Main-Region oder größere Städte wie Kassel ein Thema. „Videoüberwachung ist nur ein Ansatz für mehr Sicherheit, aber kein Allheilmittel“, sagte der Geschäftsführende Direktor des Städtetags, Stephan Gieseler. Mehr Polizei auf die Straße zu bringen, sei ein anderer wichtiger Ansatzpunkt. Videoüberwachung sei immer eine Einzelfallentscheidung der Städte. Man animiere die Kommunen aber nicht dazu, die Videoüberwachung auszubauen. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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