Landkreis sieht mehr Bedarf an Geld

Immer mehr Kinder in Waldeck-Frankenberg sind seelisch krank

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Waldeck-Frankenberg. Laut dem Jugendamt des Landkreises Waldeck-Frankenberg sind immer mehr Kinder und Jugendliche seelisch krank. Ihnen droht eine seelische Behinderung.

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind seelisch krank, und eine seelische Behinderung droht. Laut dem Jugendamt des Landkreises Waldeck-Frankenberg sind die Zahlen deutlich angestiegen. Derzeit bietet das Amt für 16 Kinder und Jugendliche ambulante Eingliederungshilfe, und für 45 stationäre Hilfe.

Der Landkreis sieht daher mehr Bedarf an Geld, das er für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellen muss. Im Haushalt 2015 sind daher mit 1,75 Mio. Euro 350.000 mehr als im Vorjahr vorgesehen.

Seit 2012 gebe es bei den stationären Maßnahmen einen stetigen Anstieg. „Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig. In allen Fällen besteht der Bedarf einer ganzheitlichen gesellschaftlichen Integration“, erklärt die Kreisverwaltung. Die klassische Heimerziehung reiche nicht aus. Neben dem pädagogischen bestehe auch ein intensiver therapeutischer Bedarf, der in spezialisierten Einrichtungen umgesetzt werden müsse.

Bei einer ambulanten Eingliederung unterstütze eine Fachkraft die Eltern und Kinder in ihrem Zuhause und fördere so die Integration von Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft. Stationäre Eingliederungshilfe wird in speziellen Jugendhilfeeinrichtungen mit therapeutischem „Setting“ umgesetzt. Auch dabei stehe die gesellschaftliche Integration im Vordergrund. Eine stationäre Hilfe kostet den Landkreis als öffentlichen Jugendhilfeträger durchschnittlich 5600 Euro. Die Betroffenen würden von Fachkräften betreut und unterstützt. Die Dauer der Hilfe richte sich nach den einzelnen Fällen.

Über den Erfolg der Eingliederungshilfe heißt es vom Jugendamt: „Dazu können wir keine belastbaren Aussagen treffen. In vielen Fällen benötigen die Betroffenen im Erwachsenenalter weitere Hilfe und Unterstützung.“

Ein Interview mit Peter Meesters, dem Ärztlichen Leiter der Vitos kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz Korbach, lesen Sie auf der Gesundheitsseite der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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