Immer weniger Schwalben: Bauern nehmen Stellung

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Waldeck-Frankenberg. Zum HNA-Artikel über den Rückgang von Schwalben in unserer Region nimmt der Kreisbauernverband Frankenberg Stellung. In dem Artikel wurde der Rückgang der Schwalben auch darauf zurückgeführt, dass es durch die in der Landwirtschaft eingesetzten Insektizide immer weniger Insekten als Nahrung für die Schwalben gebe.

„Der Einsatz von Insektiziden in der heimischen Landwirtschaft wird oft überschätzt“, schreibt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes in einer E-Mail an die HNA. Auf Grünland werde überhaupt keine Insektizide eingesetzt. Ein Einsatz erfolge, wenn überhaupt, nur in den Ackerkulturen Raps und Getreide.

„Beim Raps erfolgt im Frühjahr, lange bevor die Schwalben aus dem Süden zurückkehren, eine Bekämpfung der beiden Käferarten Stengelrüssler und Rapsglanzkäfer. Im Getreide ist in manchen Jahren eine Bekämpfung von Blattläusen erforderlich, diese erfolgt im Herbst, wenn die Schwalben schon wieder weg sind“, sagt Matthias Eckel.

Es würden ausschließlich Mittel eingesetzt, welche speziell nur auf die angesprochenen Arten wirkten. Nützlinge wie Bienen würden geschont. Und alle Mittel seien von der Biologischen Bundesanstalt geprüft und durchliefen ein aufwändiges Zulassungsverfahren.

Und auch zu einem zweiten Aspekt nimmt der Kreisbauernverband Stellung: „Eine Verordnung, welche das Öffnen von Stallfenstern verbietet, ist mir nicht bekannt. Im Gegenteil, moderne Ställe sind hell, offen und luftig, um den Tieren ein möglichst angenehmes Klima zu bieten“. Allerdings gebe es in diesen Ställen weniger Fliegen als in den dunklen, feuchten Ställen der Vergangenheit. „Das ist gut für unsere Tiere, gefällt den Schwalben aber wohl weniger“, sagt Eckel. „Wir Bauern bedauern das sehr, gelten Schwalben doch seit jeher als Glücksbringer im Stall."

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