Landesprogramm zur Renaturierung

In Waldeck-Frankenberg könnten 30 Bäche „wild“ werden

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„Wilde Bäche“, im Bild die Wese im Edertal: Mit diesem Nachfolgeprogramm will die Landesregierung neuen Schwung in ihre Förderpolitik zur Renaturierung bringen. 

Waldeck-Frankenberg – Freiheit für 100 Wasserläufe in Hessen, für ihre Pflanzen und Tiere, damit etwa Fische wieder wandern können, wie ihr Instinkt es ihnen vorgibt. Damit die Lebensadern der Landschaft Artenvielfalt zurückgewinnen, statt weiter zu verarmen: Das ist das Ziel des viele Millionen Euro schweren Landesprogramms zur Renaturierung.

Unter dem Namen „100 wilde Bäche“ stellte Umweltministerin Priska Hinz es in Wiesbaden vor. 500 Bäche und kleine Flüsse im Bundesland kommen laut eines Katalogs des Ministeriums für das Programm in Frage.

Knapp 30 der Kandidaten liegen im Landkreis Waldeck-Frankenberg: von A wie der „Aar“, die durch Korbach und Lichtenfels fließt, bis W wie „Werbe“, die sich durch Vöhl und Waldeck schlängelt.

Die Aktion soll mehr Schwung in das seit 2015 bestehende Projekt „Naturnahe Gewässer“ und dessen Nachfolger bringen. Die Städte und Gemeinden müssen sich mit ihren Bächen um Aufnahme bewerben.

Bis Jahresende lässt sich das Ministerium Zeit, um aus den eingereichten Bewerbungen die „100 wilden Bäche“ auszuwählen. Bis zu 95 Prozent der Kosten trägt das Land. Neu: Es gewährt dazu umfangreiche Beratung und Übernahme organisatorischer Aufgaben. „Für die ersten zwei Jahre steht eine Anschubfinanzierung von 2 Millionen Euro bereit“, erläuterte Hinz: „Bisher ist keine Renaturierung am Geld gescheitert, das wird auch so bleiben.“

Renaturierung möglichst von der Quelle bis zur Mündung: Darin sieht der NABU-Landesverband das wichtigste Merkmal des Projektes mit großen positiven Auswirkungen auf Öko-Systeme im und am Wasser.

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VON MATTHIAS SCHULDT

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