Jüngere Fahrer häufiger an Unfällen beteiligt als ältere

Waldeck-Frankenberg. Jüngere Fahrer sind im Landkreis deutlich häufiger an Unfällen beteiligt als ältere Verkehrsteilnehmer. Das geht aus der Polizeistatistik hervor.

Der Bevölkerungsanteil im Landkreis liege bei den der 18- bis 24-Jährigen bei 7,68 Prozent, der Anteil der Generation 65 plus bei 21,9 Prozent, ergänzt die Polizei in ihrer Jahresstatistik. Allerdings sagen diese Anteile nichts darüber aus, wie viele Verkehrsteilnehmer es tatsächlich in beiden Altersgruppen gibt.

Auch wenn die jüngeren Fahrer bei den Unfallzahlen und beim Anteil deutlich über der älteren Gruppe liegen, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass diese Schere nicht weiter auseinandergeht. Im Gegenteil: Die Polizei verzeichnet für die Generation der älteren Fahrer einen Anstieg der Unfälle: von 355 im Jahr 2011 auf 569 im Jahr 2014. Der Prozentanteil an den gesamten Unfällen stieg von 9,6 auf 15 Prozent.

Zuvor hatte der Anteil der Unfälle mit älteren Fahrern über Jahre bei rund neun Prozent gelegen. „Sozialpolitisch wird von einer immer stärker alternden Gesellschaft gesprochen und eine damit verbundene steigende Beteiligung als Unfallverursacher prognostiziert“, teilt die Polizei mit. Aus den vorliegenden Zahlen konnte diese Aussage zumindest bis 2011 für Waldeck-Frankenberg nicht bestätigt werden, heißt es weiter. Ob sich hier mit Blick auf den Anstieg der Unfälle bei Älteren für den Kreis eine dauerhafte Trendwende ergebe, lasse sich derzeit allerdings nicht klären, dies müsse man in den nächsten Jahren beobachten.

Die Gruppe der jüngsten Autofahrer ist laut Polizei kaum am Unfallgeschehen beteiligt. Teilnehmer des „Begleiteten Fahrens mit 17“ waren seit Beginn des Modellversuchs im Oktober 2006 und Umwandlung in Dauerrecht im November 2011 bis einschließlich 2013 an sechs Verkehrsunfällen beteiligt. Vier davon waren Bagatellunfälle.

Bei einem Unfall war der Fahrer ohne Begleitperson unter Alkoholeinfluss unterwegs. Bei einem weiteren Unfall war „Überholen trotz Gegenverkehrs“ die Ursache. Hierbei kam es zum Frontalzusammenstoß. Insgesamt wurden hierbei drei Personen verletzt. 2014 war bei einem Unfall ein BF17-Fahrer Verursacher. Verletzt wurde niemand.

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Von den 3803 im vergangenen Jahr registrierten Verkehrsunfällen in Waldeck-Frankenberg betrafen demnach 865 die 18- bis 24-Jährigen. Das entspricht einem Anteil von 22,75 Prozent. Bei den Verkehrsteilnehmern in der Altersgruppe 65 Jahre und älter liegt dieser Anteil dagegen bei 15 Prozent, in absoluten Zahlen waren es 569 Unfälle.

Rubriklistenbild: © dpa

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