Pädagogische Arbeit leidet darunter

Kitas hadern im Frankenberger Land mit Datenschutz

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Fotografieren verboten: Die Kita Frankenau (links) Leiterin Aldona Schmidt, hier mit Mitarbeiterin Marion Kurz sichert sich ab. Das im Flur angebrachte Schild weist darauf hin, dass Handys nicht benutzt werden dürfen.

Waldeck-Frankenberg. Von der im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind auch Kinderbetreuungseinrichtungen betroffen.

Sie müssen noch stärker auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Kinder achten, wodurch die pädagogische Arbeit mitunter leidet.

Die Erhebung, Speicherung und Nutzung der Daten ist zwar in Kitas nicht grundsätzlich verboten. Es muss allerdings im Einzelfall abgewogen werden, ob diese für die Erfüllung des Erziehungsauftrags nötig sind. „Ich muss ständig überlegen, was ist erlaubt und was nicht. Das schränkt auch die pädagogische Arbeit sehr ein“, sagt Irene Bangert vom Evangelischen Kindergarten in Immighausen.

Einschränkungen gibt es zum Beispiel, wenn von den Kindern im Kindergarten Fotos gemacht werden. Nach einem von der Diakonie Hessen herausgegebenen Merkblatt dürften Aufnahmen für die Lerngeschichten- und Bildungsdokumentationen in den Portfolio-Mappen der einzelnen Kinder nur erstellt werden, wenn die Eltern zustimmen. Ihnen obliegt auch die Entscheidung darüber, ob Fotos ihrer Kinder in den Mappen anderer zu sehen sein dürfen. Unter die Verordnung fallen zudem Namenslisten oder Geburtstagskalender, berichtet Bangert. Sie müsse oft überlegen, was sie im Eingangsbereich der Kita noch aushängen dürfe.

Irene Bangert befürwortet zwar die Regelungen zum Schutz der Kinder, nimmt aber auch die Eltern in die Pflicht: „Grundsätzlich sollten alle Eltern überlegen, wie sie mit Kinderfotos umgehen und ob jeder Augenblick festgehalten und ins Netz gestellt werden sollte.“

In städtischen Kitas, etwa in Frankenberg, sei eine entsprechende Dienstanweisung von der städtischen Datenschutzbeauftragten übermittelt worden, sagt Martina Schneider von der Kita in Schreufa.    

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