Kommentar zu den neuen Rettungswachen in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Weil die Zehn-Minuten-Hilfsfrist mit bisher elf Rettungswachen nicht überall im Landkreis gewährleistet werden kann, sollen in Waldeck-Frankenberg vier neue Standorte für die Rettungswagen gebaut werden. Dazu ein Kommentar von HNA-Redaktionsleiter Jörg Paulus.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie groß der Aufschrei wäre, wenn irgendwo im Landkreis ein Rettungswagen zu spät zu einem Unfall oder Notfall käme, weil die nächste Rettungswache zu weit weg liegt. Deshalb ist es das richtige Zeichen, dass der Landkreis seinen noch nicht mal zwei Jahre alten Plan überarbeitet und gleich vier neue Rettungswachen im Landkreis bauen lässt.

Gut ist aber auch, dass der Kreis und die anderen Beteiligten jetzt nicht aus der Hüfte schießen, sondern sich Zeit lassen, die neuen Standorte festzulegen. In unserem Landkreis mit vielen Orten, die abseits der wenigen Hauptverkehrsstraßen liegen, muss das System für den Rettungsdienst gut durchdacht sein, um möglichst überall die Zehn-Minuten-Hilfsfrist zu gewährleisten.

Dass dies nicht schon bei der Aufstellung des aktuellen Bereichsplans vor zwei Jahren gelungen ist, könnte man als schlechte Planung bezeichnen. Eine Schuldzuweisung bringt aber nichts. Der Landkreis hat den Fehler eingesehen und korrigiert ihn. Nur das rettet im Notfall Leben.

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