Verbrauch sinkt, Kosten steigen

Landkreis gibt mehr als vier Millionen Euro für Energie aus

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Überblick: So haben sich Energieverbrauch (grüne Linie) und -kosten (blaue Säulen) für die 77 Liegenschaften des Landkreises seit 2004 entwickelt.

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis senkt zwar den Energieverbrauch für seine Gebäude, muss aber trotzdem in der Endabrechnung immer mehr Geld für Heizung und Strom bezahlen.

Auf mehr als vier Millionen Euro sind die Gesamtkosten inzwischen gestiegen.

Diese Zahlen hat der Eigenbetrieb Gebäudemanagement (EBG) des Landkreises nun für die Bilanz 2013 genannt. 77 kreiseigene Liegenschaften sind dabei erfasst worden. Das sind insgesamt 250 Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 330.000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Dies entspricht der Fläche von fast 50 Fußballfeldern.

Beim Verbrauch hat der Landkreis im vergangenen Jahr seinen Trend zum Sparen fortgesetzt. Hintergrund ist ein professionelles Energiemanagement, das im Jahr 2008 gestartet wurde, verbunden beispielsweise mit energetischen Gebäudesanierungen und bedarfsorientierter Steuerung von Heizungsanlagen.

Das brachte beim Verbrauch bislang spürbare Einsparungen, wie ein Blick auf die Energiebilanz seit 2004 zeigt. Wurden damals noch 44,4 Mio. Kilowattstunden an Energie verbraucht, waren es in der aktuellen Bilanz noch 35,1 Mio. Das entspricht einem Minus von rund 21 Prozent. Und dies, obwohl beispielsweise die Schulgebäude durch Ganztagsunterricht inzwischen stärker genutzt werden. Im selben Zeitraum stiegen die Energiepreise jedoch so sehr an, dass der Kreis inzwischen für weniger Energie eben doch deutlich mehr zahlen muss. Die Gesamtausgaben wuchsen von 2,63 Mio. Euro im Jahr 2004 auf nun 4,05 Mio. Euro. Ein Plus von 54 Prozent, wie der EBG in seiner Bilanz ausweist. Die Teuerung zeigt sich auch im Jahresvergleich 2012 zu 2013: Der Verbrauch sank von 3,65 auf 3,51 Mio. Kilowattstunden. Die Kosten stiegen ausgehend von 3,88 Mio. Euro trotzdem deutlich an und durchbrachen die Vier-Millionen-Euro-Marke.

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