Schnittstelle hilft bei Fragen

Landkreis unterstützt ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Zukunft besser

Hilfsbereitschaft: Unter dem Motto „Sport kennt keine Grenzen“ engagieren sich Trainer des VfL Bad Arolsen in einem Sportprojekt für Flüchtlinge im Berufsbildungswerk (BBW), das Flüchtlinge aufnimmt. Dort haben die Trainer Anfang des Jahres mit Flüchtlingskindern Turnschuhe anprobiert, damit diese sich beim Spielen in der Halle so richtig austoben konnten. Archivfoto: Saure/nh

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis bietet ab sofort eine Schnittstelle an, wo Fragen von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern geklärt werden sollen.

„Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen ist ausgesprochen groß", sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat am Montag im Kreishaus in Korbach.

Er stellte die 38-jährige Tanja Müller, Mitarbeiterin beim Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, als Koordinatorin dieser Schnittstelle vor. Tanja Müller und weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung sollen zwischen dem Landkreis, den Städten und Gemeinden sowie denjenigen vermitteln, die Asylbewerber unterstützen - zum Beispiel als ehrenamtliche Übersetzer, als Deutschlehrer oder im Sportverein.

Es gebe „viele tolle Initiativen“, die auf Integration abzielten. Als Beispiel nannte Kubat den Sportverein Fürstenberg, wo Asylbewerber in verschiedenen Sportarten aktiv sind. Immer wieder gebe es Anfragen von hilfsbereiten Menschen, die den vielen Flüchtlingen helfen wollten, aber nicht wüssten, wie und wo, sagte Kubat. Viele hätten Fragen zu Themen wie Versicherungsschutz für Ehrenamtliche und Erstattung von Fahrtkosten.

Die neue Schnittstelle wird Infoflyer erstellen, Vorträge und Treffen für Initiativen organisieren, die sich über ihre Erfahrungen austauschen können.

Mehr als 700 Asylbewerber kamen 2014 in den Landkreis. Für dieses Jahr werden mehr als 1000 erwartet. Diese Menschen brauchen neben Wohnungen auch Unterstützung im Alltag, vor allem beim Erlernen der deutschen Sprache. Dafür seien Ehrenamtliche jetzt besonders gefragt. „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der Versorgung der Flüchtlinge gerecht zu werden“, sagte Andreas Mann, der neue Leiter des Fachdienstes Soziale Angelegenheiten. Er kümmert sich nun primär um die Unterbringung der Flüchtlinge.

Welche ersten Info- und Dialogveranstaltungen die neue Schnittstelle plant, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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