Rekordsumme im Jahr 2020 – Geld fließt vor allem in Schulen

Landkreis Waldeck-Frankenberg investiert 42,6 Millionen Euro

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Waldeck-Frankenberg – Der Landkreis will im kommenden Jahr die Rekordsumme von 42,6 Millionen Euro investieren. Das gab Landrat Dr. Reinhard Kubat am Montag bei der Einbringung des Haushalts bekannt. Allein gut 25 Millionen fließen in die Schulen.

Der Grund dafür: Man müsse die in den Vorjahren begonnenen Baumaßnahmen fortsetzen. So seien rund 20 Millionen allein für die Fortführung von Bauarbeiten eingeplant. 

Der größte Punkt: Für die aufwendige Sanierung der größten Schule im Kreis, die Beruflichen Schulen in Korbach, sind rund elf Millionen eingeplant. Vier Millionen sind für die Mittelpunktschule Sachsenhausen vorgesehen und für die Grundschule Edertal gut 1,6 Millionen Euro.

Nicht nur in bauliche Maßnahmen fließt Geld. Weitere 1,4 Millionen Euro sind eingeplant für den Breitbandausbau an den Schulen in Waldeck-Frankenberg.

Sind alle begonnenen Arbeiten abgeschlossen, so betonte Kubat, werde die Investitionstätigkeit deutlich zurückgefahren, um auch künftig noch finanzielle Spielräume zu haben. Zum Vergleich: Im jetzt ablaufenden Jahr hat der Landkreis rund 30 Millionen Euro investiert.

Einen Ausblick wagte der Landrat bereits auf die Jahre 2021 bis 2023: In dieser Zeit würden dann rund 80 Millionen Euro investiert werden. Auch dann würden Schulen dominieren, ebenso die Kreisstraßen und der geplante Verwaltungsneubau am Südring in Korbach. Rund 14 Millionen Euro soll der Bau kosten, der angrenzend an das bestehende Kreishaus entstehen wird und die Verwaltung in Korbach zusammenführen und einen Raumnotstand beenden soll.

Weitere Schwerpunkte sind die Verkehrsinfrastruktur, also die Kreisstraßen, für die im kommenden Jahr gut 6,5 Millionen Euro ausgegeben werden, sowie Kindergärten und Betreuung, in die etwa drei Millionen Euro fließen.

In Kauf genommen werden müsse für all diese Investitionen eine Nettoneuverschuldung, so der Landrat. Darüber könne man klagen, doch sie sei unumgänglich und immerhin habe man jetzt aufgrund der Niedrigzinsphase den richtigen Zeitpunkt gewählt, betonte Reinhard Kubat.

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VON JULIA RENNER

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