Ein zweiter Frühling im Herbst

Verschobenes Literaturfestival in Waldeck-Frankenberg: Fast alle Autoren im November dabei

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Ingo Schulze: Der Schriftsteller kommt für den Historiker Johannes Willms zu Lesung. 

Waldeck-Frnkenberg. „Im Herbst kommt ein zweiter Frühling!“, Mit dieser Parole steuern die Veranstalter des Literarischen Frühlings für November den Neustart des nordhessischen Festivals an, das wegen Corona verlegt werden musste.

Waldeck-Frankenberg – Das Programm des nordhessischen Literatur-Festivals, das nun vom 6. bis 15. November stattfindet, ist komplett. Prominente wie Adorf, Delius, Safranski, Gauck, Sawatzki, Meyer-Burckhardt, Leky, Herles und Scheck sind wieder dabei – Ingo Schulze und Oliver Scherz kommen hinzu.

Mit 27 Veranstaltungen an fünf Orten soll das Programm dann ohne Abstriche über die Bühne gehen, alle Karten behalten ihre Gültigkeit. „Fast alle Autorinnen und Autoren haben wieder zugesagt, überdies werden zwei prominente Neuzugänge dabei sein“, berichtet Festivalleiterin Christiane Kohl. „Der neue Spielplan wird damit nahezu der alte sein.“

Neu im Programm ist ein Lese-Dinner mit dem bekannten Schriftsteller Ingo Schulze und seinem Bestseller „Die rechtschaffenen Mörder“, der das Leben eines Buchhändlers in Dresden zur Zeit der DDR und in der Gegenwart behandelt. Hierfür fällt die ursprünglich geplante Veranstaltung mit dem Historiker Johannes Willms über Charles de Gaulle aus. Außerdem konnte der bei Kindern sehr beliebte Autor und Schauspieler Oliver Scherz, der die Kinderbuchfigur Schabalu erfand, für eine Mitwirkung gewonnen werden. Er kommt anstelle des Musikers und Märcheninterpreten Stefan Sell.

„Nicht nur den Autoren, die wieder mitmachen, gilt unser Dank, sondern gleichermaßen auch den Gästen“, erklärte Christiane Kohl, die als Geschäftsführerin des Romantik-Hotels Landhaus Bärenmühle in Ellershausen gemeinsam mit Gerhard Pohl vom Hotel Die Sonne Frankenberg und Andreas Engelhoven vom Hotel Schloss Waldeck das Festival veranstaltet. Kaum ein Besucher habe seine Karte zurückgegeben.

„Es hat uns sehr geholfen und auch emotional sehr bewegt, dass unser Publikum so viel Geduld und Gemeinsinn an den Tag gelegt hat, sodass wir in Ruhe das neue alte Programm zusammenstellen und alle Absprachen treffen konnten“, sagt Kohl.

„Wir haben uns bemüht, alle Veranstaltungen möglichst wieder auf die gleichen Veranstaltungsorte und Wochentage zu legen“, berichtet Kohl. Aus Gründen der Disponibilität einzelner Autoren und Räume seien aber einige Änderungen nötig. So wird zwar das Preopening mit Mariana Leky am Freitag, 6. November, bei FingerHaus stattfinden. Die Eröffnung des Festivals am 7. November aber ist statt in Waldeck jetzt in der Frankenberger Rathausschirn vorgesehen – und zwar mit Rüdiger Safranski. Hingegen wird Michael Köhlmeier, der ursprünglich diesen Termin wahrnehmen sollte, seine modernen Märchen am Montag, 9. November, auf Schloss Waldeck vorstellen.

„Wir sind überwältigt von der Treue unserer Besucher und danken für diese wirkungsvolle Unterstützung in der Corona-Krise“, sagt Kohl. Ihr Danke gilt auch den Sponsoren, „Sie haben uns enorm den Rücken gestärkt, obwohl sie mit Corona genug eigene Probleme haben.“   

Hintergrund 

Die Details des Programms sind auf der Webseite literarischer-fruehling.de zu finden. Alle Karten behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Veranstaltungen auf einen anderen Zeitpunkt verlegt wurden oder an einen anderen Ort“, sagt Festivalleiterin Christiane Kohl und bittet alle Besucher, sich den Terminplan genau anzusehen. Die Eintrittskarten, die bisher für das Lese-Dinner mit Johannes Willms galten, seien auf das Lese-Dinner mit Ingo Schulze übertragen worden, die Karten für Stefan Sell auf die Veranstaltung mit Oliver Scherz. 

Weitere Infos erteilt die Bärenmühle unter E-Mail info@baerenmuehle.de oder Tel. 0 64 55/75 90 40.

www.literaischer-fruehling.de

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