Zahl der Anträge gestiegen

Mehr Kinder in Waldeck-Frankenberg nehmen eine Reha wahr

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Etwa 35.000 Kinder und Jugendliche machen jährlich eine stationäre Rehabilitation über mehrere Wochen.

Waldeck-Frankenberg. Eine Kur für Kinder und andere Maßnahmen der Rehabilitation gewinnen an Bedeutung. So ist nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die Zahl der Anträge dafür in Hessen im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent angestiegen.

Kinderärzte und Eltern sehen darin eine sinnvolle Ergänzung einer Behandlung, um eine Krankheit langfristig zu lindern oder zu heilen. „In guten Kliniken können starke Erfolge verzeichnet werden“, sagt die Bad Arolser Kinderärztin Dr. Cornelia Grünler auf Nachfrage. Laut der Ärztin haben sich die gesetzlichen Umstände verbessert. Mittlerweile dürften Kinder bis zwölf Jahre von einem Elternteil begleitet werden, was den Behandlungserfolg erheblich begünstige.

Etwa 35.000 Kinder und Jugendliche machen nach Angaben des Bündnisses Kinder- und Jugendreha jährlich eine stationäre Rehabilitation über mehrere Wochen. Die Zahlen steigen seit Jahren. Detailliertere Daten für Waldeck-Frankenberg liegen nicht vor. Eine Reha komme bei Kindern mit chronischen Krankheiten, psychischen Problemen und nach Unfällen infrage. Ziel sei es, die Lebensqualität zu steigern, Folgeschäden zu mindern und Voraussetzungen für einen Schul- und Ausbildungsabschluss zu schaffen.

„Rehabilitation ist keine Frage des Alters“, betont Dr. Helga Seel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Frankfurt. ADHS, Asthma, Neurodermitis und Adipositas seien Beispiele von Krankheiten, die auch junge Menschen beträfen.

Eine Kinder- und Jugendreha biete die Chance, festgefahrene, ungünstige Verhaltensweisen zu unterbrechen und neue Erfahrungen zu sammeln, heißt es vonseiten des Caritas-Bundesverbandes Kinder- und Jugendreha. Eine solche Reha könne sogar mehr als die rein medizinischen Ziele erreichen.

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