Montag fällt die Entscheidung

Nach der Kommunalwahl: Erstmals große Koalition denkbar

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Ein Bild mit Symbolwert? Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) und CDU-Kreisvorsitzender Armin Schwarz (2.v.l.) traten am Wochenende zum Jux bei einem Wettbewerb im Holzhacken gemeinsam an. In den vergangenen Jahren hatten sich Genossen und Union im Kreistag oft kräftig beharkt. Derzeit loten sie Gemeinsamkeiten aus.

Waldeck-Frankenberg. Die SPD ist am Zug: große Koalition oder Bündnis mit FWG und Grünen. Bei einem Parteitag am 18. April wollen die Genossen ein Votum der Delegierten einholen.

Nach der Kommunalwahl herrscht knisternde Spannung in der Kreispolitik: Welches Bündnis bestimmt künftig den Kurs in Waldeck-Frankenberg? Die Verhandlungen hinter den Kulissen sind in der heißen Phase, spätestens am kommenden Montag soll sich der Vorhang öffnen: Die SPD als stärkste Fraktion lädt zum Parteitag nach Frankenau und will dort das Votum der Delegierten einholen, bestätigt SPD-Kreischef Dr. Christoph Weltecke. 

Zur Debatte stehen nach der Wahl vom 6. März zwei politische Konstellationen: SPD (22 Mandate) und CDU (20) bilden erstmals in der Geschichte des Landkreises eine „große Koalition“ – oder das abgewählte rot-grüne Bündnis holt sich die FWG mit in die politische Partie. Die Freien Wähler verfügen über acht Sitze, die Grünen über sechs. Somit kämen SPD, FWG und Grüne auf eine hauchdünne Mehrheit von 36 der 71 Sitze im Kreisparlament.

Dabei scheint das Ziel der Union sonnenklar: „Wir glauben, dass in diesen Zeiten eine stabile Mehrheit im Landkreis gut ist“, erklärt CDU-Kreisvorsitzender Armin Schwarz. Stabil ist aus dieser Warte nur ein Bündnis aus SPD und CDU. „Alles offen“, sagt derweil FWG-Chef Uwe Steuber. Und Grünen-Fraktionschef Jürgen Frömmrich blickt nolens volens auf den alten Koalitionspartner: „Wir warten darauf, was die SPD sagt.“

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Mittwoch.

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