Lediglich CDU konnte Verluste nicht ausgleichen

Neue Parteimitglieder: Trend zum Teil auch in Waldeck-Frankenberg sichtbar

Waldeck-Frankenberg. Von wegen Politikverdrossenheit: Die Parteien in Hessen haben 2017 fast alle ihre Mitgliederzahl steigern können.

Lediglich die CDU konnte die Verluste, die sie durch Austritte und Sterbefälle zu verzeichnen hatte, nicht ausgleichen. Das ergab eine Umfrage der Frankfurter Rundschau.

Auch in Waldeck-Frankenberg spiegelt sich der Hessentrend teilweise wieder. Das erfuhr unsere Zeitung auf Nachfrage bei den Parteien.

„2017 haben sich bei uns 20 neue Mitglieder angemeldet, die meisten davon sind im Alter von 40 bis 45 Jahren“, teilt FDP-Kreisvorsitzender Dieter Schütz mit. Derzeit habe die Partei im Kreis 311 Mitglieder.

Auch die SPD verzeichnete 2017 laut ihres Unterbezirksvorsitzenden Dr. Hendrik Sommer einen Zuwachs – insbesondere bei den unter 35-Jährigen. Aktuell habe die Partei im Kreis 1574 Mitglieder.

Die AfD hat laut Kreissprecher Thorsten Huntzinger ebenfalls Mitglieder hinzugewonnen und liegt derzeit bei 60.

Bei den Grünen in Waldeck-Frankenberg sind nach Auskunft des Kreisvorsitzenden Daniel May zehn Mitglieder weggezogen, verstorben oder ausgetreten, während acht neu eingetreten sind. „Von diesen acht waren sechs unter 30“, sagt May. Die Mitgliederzahl der Grünen im Landkreis pendele seit Jahren um den Wert von 130.

Die Linke hat laut Ingo Hoppmann, der Fraktionsvorsitzender im Kreistag ist, 46 Mitglieder. „Austritte und Todesfälle sowie Eintritte hielten sich die Waage. Erfreulich ist, dass bei uns zunehmend junge Menschen eintreten.“

CDU-Kreisvorsitzender Armin Schwarz berichtet von leichten Verlusten bei der Mitgliederzahl. Allerdings schneide man im Kreis besser ab als im Hessentrend. „Bei den Eintritten zeichnet sich seit Beginn des Bundestagswahlkampfs zudem eine Trendwende ab. Wir konnten 41 Neumitglieder begrüßen, 32 davon sind jünger als 30 Jahre.“

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Rubriklistenbild: © dpa

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