Frankenberg, Frankenau, Gemünden, Rosenthal und Haina

Neuer Standesamtbezirk im Kreis: Die Fusion ist vollzogen

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Gruppenbild: Das Foto zeigt die Standesbeamten des neuen Standesamtsbezirks Frankenberg zusammen mit den Bürgermeistern Rüdiger Heß (Frankenberg), Frank Gleim (Gemünden), Björn Brede (Frankenau), Hans Waßmuth (Rosenthal) und Rudolf Backhaus (Haina-Kloster) sowie Sandra Frost von der Stadtverwaltung Frankenberg.

Frankenberg. Nach anfänglichen Wehwehchen und schwierigen Diskussionen ist es nun perfekt: Zum 1. April haben sich die Standesämter der Kommunen Frankenau, Frankenberg, Gemünden, Haina-Kloster und Rosenthal zum neuen Standesamtsbezirk Frankenberg zusammengeschlossen.

Das bedeutet: Geburten, Todesfälle und Namensänderungen werden beim Standesamt in Frankenberg bearbeitet, Trauungen können dagegen weiterhin vor Ort stattfinden – beispielsweise in der Schulscheune in Louisendorf, im alten Rathaus in Rosenthal oder im Kloster in Haina.

Bei einem Treffen im Frankenberger Stadthaus überreichte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß die entsprechenden Urkunden an die Standesbeamten des neuen „Standesamtsbezirks Frankenberg“. Aktuell ist das Standesamt im Stadthaus in Frankenberg wegen Umbauarbeiten zwar noch eine Baustelle, „bis zum 31. März sollen die Arbeiten aber abgeschlossen sein“, versicherte Bürgermeister Heß. Bis dahin werde auch das neue Mobiliar da sein.

Der Zusammenschluss der fünf Standesämter ist auch ein Ergebnis der Interkommunalen Zusammenarbeit dieser Kommunen. „Wir müssen uns auf die Zukunft vorbereiten. Deshalb war es der richtige Schritt, dass wir dieses Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht haben“, kommentierte Heß den Zusammenschluss. Dabei machte er deutlich, dass es beim Standesamtswesen um weit mehr als nur um Eheschließungen gehe: „Durch die vielen Nationalitäten auch in unserer Region wird die Welt zwar immer bunter“, sagte Heß. „Das Namensrecht wird dadurch aber nicht einfacher.“

„Der Zusammenschluss der Standesämter war eine funktionelle Entscheidung.“ Rudolf Backhaus, Bürgermeister HAINA

Der Dank von Heß galt seinen vier Bürgermeisterkollegen Rudolf Backhaus (Haina), Björn Brede (Frankenau), Frank Gleim (Gemünden) und Hans Waßmuth (Rosenthal), „die den Weg mitgegangen sind“.

Der Zusammenschluss der Standesämter sei auch die „logische Konsequenz“ im Sinne der zukünftigen Aufstellung der Interkommunalen Zusammenarbeit, merkte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim an: Ob es der richtige Weg sei, müsse nun die Praxis zeigen.

In anderen Standesamtsbezirken sei das Ergebnis bisher aber durchweg positiv ausgefallen. „Der Zusammenschluss der Standesämter war eine funktionelle Entscheidung“, machte Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus deutlich. Frankenberg sei nicht nur die größte Kommune in der Region, in Frankenberg sei eben auch das Krankenhaus. Deshalb seien in Frankenberg auch bisher schon „zu 100 Prozent“ alle Geburtsfälle bearbeitet worden: „Aber deshalb geben wir in den Kommunen noch lange nicht alle Arbeiten nach Frankenberg ab.“ Diesbezüglich müsse die Bevölkerung keine Sorge haben, sagte Backhaus.

Namen der Standesbeamten

Diese Damen und Herren haben die Urkunden als Standesbeamter oder Standesbeamtin im neuen Standesamtsbezirk Frankenberg erhalten: Annika Liebelt, Elke Vöhl, Andrea Ludwig, Sandra Hesse, Erwin Peter, Nicole Faust, Martin Schmidt, Elisabeth Hauck, Heidrun Bock, Michael Leye, Carsten Buch und Rainer Grün. (mjx)

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