Nicht alle Kommunen bekommen Wohncontainer für Flüchtlinge

So sieht ein „Mobile Home“ aus: 86 Wohncontainer wie diesen haben die Städte und Gemeinden im Landkreis in Litauen bestellt, um je Container bis zu zehn Flüchtlinge unterzubringen. Foto:  nh

Waldeck-Frankenberg. Bis Jahresende muss Waldeck-Frankenberg voraussichtlich rund 1000 weitere Flüchtlinge aufnehmen - jede Woche 100.

Deshalb werden weiterhin dringend Wohnungen gesucht. Trotzdem haben nicht alle 22 Kommunen im Kreis Wohncontainer für Flüchtlinge bestellt.

Sollte der Wohnraum, den die Kommunen dem Landkreis melden, nicht ausreichen, kann der Landkreis „nicht ausschließen, von seinem Zuweisungsrecht gegenüber den Städten und Gemeinden Gebrauch machen zu müssen". Diese Antwort hat die Kreisverwaltung in Korbach auf eine Anfrage der HNA gegeben.

Das würde bedeuten, dass die Städte und Gemeinden entsprechend ihrer Einwohnerzahl Flüchtlinge aufnehmen müssten. Bisher ist in einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Landkreis geregelt, dass die Unterbringung aufgrund der gemeldeten freien Wohnungen erfolgt. Deshalb rufen Kreis und Kommunen permanent auf, ihnen freien Wohnraum zu melden.

Aktuell leben in den drei Erstaufnahmeeinrichtungen in Gemünden, Korbach und Mengeringhausen 778 Flüchtlinge. Die Leitung der Einrichtung in der Sport- und Kulturhalle in Gemünden hat in dieser Woche der DRK-Kreisverband Frankenberg von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen. Zuständige Behörde ist das Regierungspräsidium Gießen.

Die HNA hat den Landkreis zur aktuellen Situation der Flüchtlingsunterbringung in Waldeck-Frankenberg gefragt. Dabei geht es vor allem um die 86 Container, die die Kommunen in Litauen bestellt haben, um Flüchtlinge unterzubringen. Wie viele Container jede Kommune bestellt hat und warum einige Kommunen keine Container bekommen sowie weitere Antworten des Landkreises zu dem Thema lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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