Der November ist zu warm: Im Edertal blühen die Blumen

Ungewöhnlich: Der milde November erhält noch eine Reihe von Blumen am Blühen, wie diese Hundskamille bei Kirchlotheim. Foto:  zqa

Waldeck-Frankenberg. Kaum zu glauben: Das Foto von Hundskamillen-Blüten wurde am 11. November bei Kirchlotheim im Edertal auf einem Acker aufgenommen.

Ein November, wie er so bisher bei uns wohl noch nie oder nur äußerst selten war. Überall trifft man in der Natur noch auf blühende Pflanzen, wie Moschusmalve, Sandglöckchen, Greiskraut, Schafgarbe, Heidenelke, Gundelrebe, Gänseblümchen und andere oder auch auf Astern in Gärten und in Kreiselbepflanzungen in Frankenberg.

Tagestemperaturen in den Niederungen tags bis um plus 15 Grad Celsius verlocken zu Spaziergängen, besonders wenn die Sonne noch dazu scheint. Sie verlockte verschiedentlich sogar Schmetterlingen zu letzten Ausflügen in diesem Jahr, wie zuletzt am 12. November beobachtet. Wann hat man schon einmal Schmetterlinge Mitte November im Freien gesehen?

Dazu kommt, dass es nach privaten Aufzeichnungen von mindestens 20. Oktober bis 12. November außer am 7. November mit zwei und am 9. November mit fünf Litern pro Quadratmeter in Frankenberg keinen Niederschlag gab. Wenn man die Goßberg-Brücke über die Eder in Frankenberg befährt, sieht man ederaufwärts mehr Felsen als Wasser im Flussbett.

Der Edersee weist aktuell einen sehr niedrigen Wasserstand auf. 199,55 Millionen Kubikmeter Wasser fasst der Edersee, wenn er randvoll gefüllt ist. Am 12. November enthielt er nur noch 33,9 Millionen Kubikmeter. Das sind rund 17 Prozent vom Gesamtvolumen. (zqa)

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