Betrüger riefen Personen im Oberen Edertal an

Falsche Polizisten spionieren finanzielle Verhältnisse aus 

Waldeck-Frankenberg. Mindestens neun Bürger aus dem Oberen Edertal erhielten am Montagnachmittag Anrufe von falschen Polizeibeamten.

Diese wollten unter dem Vorwand der Festnahme eines oder mehrerer Einbrecher die finanziellen Verhältnisse der Angerufenen ausspionieren. Erfreulich ist, dass die Angerufenen die Betrugsmasche sofort durchschaut und anschließend die Polizei verständigt haben. Dort erhielten sie weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Falle fingierter Anrufe.

Die Betrüger gehen folgender Maßen vor: Sie rufen in der Regel Senioren an und geben sich als Polizeibeamter aus. Dabei suchen sie häufig ihre Opfer anhand der Vornamen in Telefonbüchern aus.

Die Täter erzählen ihren Opfern, dass es vermehrt zu Einbrüchen in der Umgebung gekommen sei und versuchen auf diesem Weg die persönlichen Vermögensverhältnisse zu erfragen. Ist Schmuck und Bargeld im Haus und wo werden diese Wertgegenstände verwahrt? Der Betrüger bietet eventuell an, die Wertgegenstände abholen zu lassen, um sie sicher bei der Polizei zu verwahren.

Zum richtigen Verhalten gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Trauen Sie ihrem Gefühl! Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Anrufen von Amtsträgern oder Behörden, die von Ihnen Informationen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Auskünfte über Tagesabläufe, Abwesenheiten, Vermögensverhältnisse oder Ähnliches. Offizielle Stellen haben Verständnis für diese reservierte Haltung.
  • Notieren Sie sich bei verdächtigen Anrufen Name, Behörde und Telefonnummer. Erstellen Sie wenn möglich ein Gedächtnisprotokoll und scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer 110 anzuwählen, und den Vorfall zu schildern.
  • Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger ausgeben und eine Zahlung fordern. Zahlungsaufforderungen von Behörden werden immer mit klar erkennbarem Absender auf dem Postweg zugestellt.
  • Warnen Sie auch Freunde, Bekannte und Ihre Eltern sowie Großeltern vor dieser Betrugsmasche.
  • Wenn Sie trotz aller Vorsicht doch in die Falle der Betrüger getappt sind, erstatten Sie umgehend eine Strafanzeige bei der Polizei.

Weitere Tipps gibt es hier

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Archiv

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