Standort, Zeitraum, Brennmaterial

Osterfeuer: Der Landkreis gibt Tipps

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Osterfeuerverein Dodenau: Unser Bild zeigt Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Sven Hogen am Osterfeuerplatz beim Bearbeiten und Sammeln des Hollzes in der Nähe des Ostlandkreuzes.

Waldeck-Frankenberg - Sie sollen den Winter vertreiben und den Frühling begrüßen: Osterfeuer. Nach alter Tradition werden am Ostersamstag und Ostersonntag wieder auf vielen Anhöhen des Kreises die Flammen lodern.

Doch beim Abbrennen von Ästen, Reisig und Stroh sind einige Regeln zu beachten, damit die Natur keinen Schaden nimmt, sagt Ann-Katrin Heimbuchner, Pressesprecherin des Landkreises Waldeck-Frankenberg. „Zunächst gilt es, den richtigen Standort auszuwählen“, sagt Heimbuchner.

  • Standort: Geeignet seien „vegetationslose Flächen“. Schutzwürdige Lebensräume wie Trockenrasen, Hecken, Baumbestände und Wegraine dürfen nach Auskunft des Fachdienstes Natur- und Landschaftsschutz des Kreises dagegen „nicht beeinträchtigt werden“.
  • Abstand: Zu bewohnten Gebäuden, Naturschutzgebieten und Wäldern müssen 100 Meter Abstand gehalten werden; zu Straßen und Eisenbahnstrecken 50 Meter, zu sonstigen Gebäuden, Bäumen, Hecken und Feldrainen immerhin noch 35 Meter.
  • Zeitraum: Brennmaterial für die Osterfeuer darf frühestens eine Woche vor dem Abbrennen angefahren und aufgeschichtet werden. Falls schon früher aufgeschichtet wurde, ist laut Kreisverwaltung kurz vor dem Abbrennen ein Umschichten des Holzstapels erforderlich, um zu vermeiden, dass Tiere in den Flammen umkommen.
  • Brennstoffe: Zulässig zum Verbrennen sind Reisig, Astwerk und Stroh. Verboten ist es hingegen, Abfälle im Osterfeuer zu verbrennen. Als Beispiele für verbotene Stoffe nennt Ann-Katrin Heimbuchner Autoreifen und Düngemittelsäcke.

„Zum Entzünden des Feuers sollten auf keinen Fall brennbare oder giftige Flüssigkeiten verwendet werden, da diese zum Teil im Boden versickern und Boden und Grundwasser verseuchen können“, erklärt die Kreis-Pressesprecherin abschließend.

Wenn Vereine ein großes Osterfeuer abbrennen wollen, ist dafür eine behördliche Genehmigung oder zumindest eine Anmeldung erforderlich. Darauf weist Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH, hin. Zuständig seien dafür in der Regel die jeweiligen Ordnungsämter. Diese könnten Auflagen machen oder ein Osterfeuer auch aus Sicherheitsgründen untersagen. Feuer mit naturbelassenem Holz sei meistens erlaubt . Gartenabfälle, behandeltes Holz oder Plastik hätten im Osterfeuer nichts zu suchen.

Genehmigung erforderlich

Wenn Vereine ein großes Osterfeuer abbrennen wollen, ist dafür eine behördliche Genehmigung oder zumindest eine Anmeldung erforderlich. Darauf weist Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH, hin. Zuständig seien dafür in der Regel die jeweiligen Ordnungsämter. Diese könnten Auflagen machen oder ein Osterfeuer auch aus Sicherheitsgründen untersagen. Feuer mit naturbelassenem Holz sei meistens erlaubt. Gartenabfälle, behandeltes Holz oder Plastik hätten im Osterfeuer nichts zu suchen

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