Ausweitung der Betreuungszeiten wird bislang kaum gefordert 

Pakt für den Nachmittag: Nur wenige Grundschulen sind dabei

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Schüler in einer Ganztagsschule: Mit dem Pakt für den Nachmittag können Grundschulen ihr Nachmittags-Betreuungsangebot ausbauen. Bislang sind aber erst wenige Schulen im Landkreis dabei.

Waldeck-Frankenberg. Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen – vor dieser Herausforderung stehen immer mehr Eltern. Die Landesregierung will nun den seit vergangenem Schuljahr in Pilotregionen laufenden Pakt für den Nachmittag – also die Betreuung der Grundschüler von 7.30 Uhr bis 17 Uhr – im neuen Schulgesetz verankern. Ein Entwurf wurde vor Kurzem verabschiedet. 

Die Grundschulen in Waldeck-Frankenberg halten sich mit der Teilnahme allerdings noch zurück: Gerade einmal sieben von 37 Bildungsstätten nehmen seit diesem Schuljahr an dem Pakt teil. „Es ist zwar geplant, dass in den nächsten fünf Jahren alle Grundschulen, die dies wünschen, aufgenommen werden. Weil der Pakt aber bedarfsorientiert ist, wird es nicht verpflichtend für alle Grundschulen sein“, berichtet Grit Imhof, Schulleiterin an der Grundschule Breiter Hagen in Bad Wildungen. Die Bildungsstätte ist seit Sommer beim Pakt dabei. 

„Eltern hatten den Wunsch nach längeren Betreuungszeiten für ihre Kinder geäußert“, so Imhof. Dass der Großteil der Grundschulen in Waldeck-Frankenberg noch nicht am Pakt teilnimmt, ist nach Recherche unserer Zeitung vor allem auf die bislang noch fehlende Nachfrage seitens der Eltern zurückzuführen. „Wir haben seit längerer Zeit ein umfangreiches Betreuungsangebot am Nachmittag. Bislang ist die Forderung nach einer Ausweitung von Elternseite im Zuge des Paktes am Nachmittag noch nicht an uns herangetragen worden“, sagt Christiane Lücke, Schulleiterin an der Wigand-Gerstenberg-Schule in Frankenberg. 

Im Kreishaus kann man dem Pakt derweil viel Positives abgewinnen. „Mit ihm wird ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einer besseren individuellen Förderung für die Schüler sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Eltern geleistet“, sagt Schuldezernent Jens Deutschendorf. 

Was andere Schulleiter zum Pakt für den Nachmittag sagen, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der WLZ am 21. Oktober 

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