Quote erreicht Spitzenwert – Zahl der Delikte ist gestiegen

Polizei klärt in Waldeck-Frankenberg immer mehr Straftaten auf

+
Statistik: 2016 wurden in Waldeck-Frankenberg 5706 Straftaten registriert. Den Großteil davon nahmen Diebstahls-, Vermögens- und Fälschungsdelikte ein. Zu letzterem gehören Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung oder Urkundenfälschung.

Waldeck-Frankenberg. Die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg klärt in Nordhessen die meisten Straftaten auf – und das trotz eines leichten Anstiegs der Delikte.

Das wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik deutlich, die stets das zurückliegende Jahr betrachtet.

„Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zu 2015 im vergangenen Jahr noch einmal deutlich um 5,1 auf 63,2 Prozent gesteigert werden. Damit nimmt die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg den Spitzenplatz in Nordhessen ein“, berichtete Achim Kaiser, Leiter der Direktion. In den übrigen nordhessischen Landkreisen sei die Aufklärungsquote niedriger. 

2016 wurden in Waldeck-Frankenberg 5706 Straftaten registriert. Den Großteil davon nahmen Diebstahls-, Vermögens- und Fälschungsdelikte ein. Zu letzterem gehören Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung oder Urkundenfälschung. 

„Im Vergleich zu 2015 bedeuten die 5706 Delikte zwar einen leichten Anstieg um 314 Fälle, jedoch war damals auch der bislang tiefste Stand an registrierten Straftaten verzeichnet worden. Aktuell lässt sich festhalten, dass wir in Waldeck-Frankenberg die drittniedrigste Zahl von registrierten Straftaten in den zurückliegenden Jahren haben“, so Kaiser. 

Die Kriminalitätsbelastung liege weit unter dem Landesschnitt. „Waldeck-Frankenberg gehört damit zu den sichersten Landkreisen in ganz Hessen.“ Der Leiter der Polizeidirektion sprach mit Blick auf die gesteigerte Aufklärungsquote den Kollegen und auch der Bevölkerung großen Dank aus. „Unsere Polizeibeamten haben sehr gute Arbeit geleistet und wurden dabei von aufmerksamen Bürgern hervorragend unterstützt. Darauf kommt es an. Unsere Arbeit kann nur erfolgreich sein, wenn wir auch entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung erhalten“, so Kaiser.

 

Auch wenn Diebstähle sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte das Bild der Straftaten prägen, steht fest: Die Zahl dieser Straftaten ist im Landkreis 2016 im Vergleich zu 2015 gesunken oder auf gleichem Niveau geblieben. Die Zahl der Körperverletzungsdelikte ist dagegen spürbar um 96 Fälle angestiegen – von 502 auf 598. Die meisten dieser Straftaten werden in den Mittelzentren Bad Arolsen, Korbach, Bad Wildungen und Frankenberg sowie in der Tourismushochburg Willingen begangen – vor allem in den Abend- und Nachtstunden im Bereich von Gaststätten und Discos. Übermäßiger Alkoholkonsum, der die Beteiligten enthemmt, ist dabei oft Auslöser.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.