„Fridays for Future“

Protest für Klimaschutz: Hunderte gingen auch in Korbach und Frankenberg auf die Straße

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Selbst gemalte Plakate für die Zukunft - damit meinten die etwa 200 Demonstranten in der Fußgängerzone nicht nur ihre „Familienstadt Frankenberg“, sondern die vom Klimawandel bedrohte Welt.

Weltweit sind am Freitag zahlreiche Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Im Zuge der globalen Bewegung „Fridays for Future“ fanden auch in Korbach und Frankenberg Klimastreiks statt.

In der Kreisstadt begann der Protest mit leichten Verzögerungen, weil nach dem offiziellen Start um 12 Uhr immer noch Menschen in die Tiefebene am Berndorfer-Tor-Platz in die Fußgängerzone strömten. Am Ende waren es schätzungsweise rund 200 Teilnehmer, die mit Plakaten, Fahnen und Trillerpfeifen ihren Unmut über unzureichende Maßnahmen zum Schutz des Klimas ausdrückten.

Dass die Zeit drängt, um Veränderungen herbeizuführen, machte Luise Schnatz von der Alten Landesschule in Korbach deutlich. „Ganze Inseln werden versinken und ganze Wohngebiete werden unbewohnbar, wenn wir nicht handeln“, rief sie den Zuhörern zu. Im gleichen Atemzug betonte sie, dass auch kleine Veränderungen ein ganz wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz seien. „Es werden immer mehr fair gehandelte und biologisch angebaute Lebensmittel und Konsumgüter angeboten. Auch regional einkaufen hilft.“ Fliegen sei auch ein großer Teil des Problems.

„Nie, nie wieder Kohle!“ skandierten in Frankenberg unter anderem etwa 200 Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg zum Rathaus. „Wir müssen in die Hand nehmen, was unsere Politiker schon vor 40 Jahren hätten verhindern können“, erklärte Ronja Fock, stellvertretende Schülersprecherin an der Edertalschule. „Wir demonstrieren nicht nur für unser Frankenberg als ‚Familienstadt mit Zukunft’, sondern für eine ganze Welt mit Zukunft!“Am Vormittag hatten eine „Vorbereitungsgruppe 20.09“ und Umweltverbände im Landratsgarten Infostände aufgebaut, an denen Schülergruppen bei Unterrichtsgängen sich interaktiv mit Umweltprobleme auseinandersetzten.

Auch in Kassel demonstrierten Tausende für das Klima.

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