Rotes Kreuz reduziert Blutspende-Termine

Waldeck-Frankenberg. In diesem Jahr wird das Deutsche Rote Kreuz nur noch 90 Blutspende-Termine im Landkreis Waldeck-Frankenberg anbieten.

Das kündigte DRK-Werbereferent Manfred Mertens vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen an. In Bergfreiheit, wo sich der DRK-Ortsverein aufgelöst hat, Löhlbach, Armsfeld und Rosenthal finden 2015 gar keine Termine mehr statt - Armsfeld und Rosenthal waren bereits 2014 ausgefallen. Auch in anderen Orten werden weniger Termine angeboten, wie Mertens angekündigte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurden 100 Termine im Kreis angeboten, 2013 waren es noch 114. In diesem Jahr sind es nun nur noch 90.

Neben den vier Ortschaften, in denen gar keine Termine mehr stattfinden, sind noch weitere Orte im Landkreis Waldeck-Frankenberg von der Reduktion betroffen: In Vöhl, Twistetal, Hatzfeld, Battenberg werden im nächsten Jahr weniger Termine zur Blutspende angeboten. Teilweise handele es sich laut Mertens allerdings um „einen normalen Zyklus“ und keine Kürzung.

Überhaupt seien die Gründe für die Kürzung vielfältig, wie Mertens erklärt. Einer der Hauptgründe sei, dass die Krankenhäuser weniger Blutkonserven benötigen. „In den letzten zwei Jahren ist die Nachfrage merklich zurückgegangen.“ Durch minimal-invasive Operationen (Schlüsselloch-Operationen) werden zum Beispiel weniger Bluttransfusionen benötigt.

Dieser Rückgang habe den wirtschaftlichen Druck erhöht - zu jedem Blutspendetermin müssen auch immer Ärzte und Pfleger gestellt werden, die die Gesundheit der Spender überprüfen und das Blut entnehmen. Darauf reagiert das DRK nun: Orte mit wenigen Spendern würden deshalb in den nächsten Jahren nicht mehr angefahren. „Wir werdendie Spender in die Nachbarorte einladen“, versicherte Mertens.

Von Benedikt Dittrich

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Rubriklistenbild: © dpa

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