Schaf ist Haustier des Jahres: 12 500  gibt es in Waldeck-Frankenberg

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Nachwuchs: Das Lämmchen, das Jürgen Aue aus Frankenau hier auf dem Arm hält ist im Januar geboren.

Waldeck-Frankenberg. Das Schaf wurde zum Haustier des Jahres gewählt. 12 500 der wolligen Gesellen gibt es in Waldeck-Frankenberg, Großherden sind trotzdem selten. 

Sie sind Herdentiere, haben ein dickes Fell und die süßen Lämmchen sorgen vor allem bei Kindern für Verzückung: Damit das Schaf nicht nur rund um die Ostertage ins Bewusstsein rückt, ist es von der Stiftung „Bündnis Mensch & Tier“ für 2018 zum Haustier des Jahres gewählt worden.

In Waldeck-Frankenberg gibt es nach Auskunft von Landkreis-Pressesprecherin Petra Frömel derzeit 390 Schafhalter, die rund 12 500 Tiere halten. Damit sei der Landkreis hessenweit eine der „schaf-stärksten“ Regionen. Die Anzahl der Tiere ist jedoch rückläufig.

„Waren 2005 für Waldeck-Frankenberg noch 409 Schafhalter mit 14 321 Schafen registriert, so wurden zehn Jahre später 429 Schafhalter mit nur noch 13 372 Schafen gemeldet“, sagt Zuchtleiter Arnd Ritter vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH).

Alarmierende Zahlen nennt der stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Verbandes für Schafzucht und Haltung, Hubertus Dissen: „Bei den Mutterschafen haben wir deutschlandweit in den letzten zehn Jahren schätzungsweise eine Million Tiere verloren.“ Durch die starke Konkurrenz durch Lamfleisch-Importe aus dem Ausland, die gestiegenen Produktionsmittelpreise im Inland sowie die zunehmende Bürokratisierung und die mangelnde Entlohnung der Landschaftspflegedienstleistungen würden immer mehr Haupt- und Nebenerwerbsschäfereien aufgeben, sagt Ritter.

„Hessenweit gibt es aktuell nur noch knapp 100 Haupterwerbsschäfereien, während knapp 70 Prozent der Schafhalter jeweils weniger als zehn Tiere in ihren Herden halten“.

Als Wolllieferant spielt das Schaf nach Aussage von Kreislandwirt Fritz Schäfer kaum noch eine Rolle. Die zukünftige Bedeutung der Schafe sieht der Fach-Dezernent vor allem in der Landschaftspflege.

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