Angst vor Einbrüchen und niedrige Zinsen

Schließfächer werden im Kreis Waldeck-Frankenberg stärker nachgefragt

Waldeck-Frankenberg. Seit einigen Jahren steigt bundesweit die Zahl der Einbrüche – auch in Waldeck-Frankenberg geht die Kurve stetig nach oben.

Die Angst, ausgeraubt zu werden, treibt offenbar immer mehr Menschen dazu, Wertsachen in Schließfächern zu verstauen.

Eine Umfrage des „Handelsblatts“ unter den 25 größten Geschäftsbanken, Volksbanken und Sparkassen der Republik ergab, dass Schließfächer in den Kreditinstituten mittlerweile knapp werden. Viele Banken hätten ein „gestiegenes Sicherheitsbedürfnis“ ihrer Kunden registriert, schreibt das „Handelsblatt“. „Wir haben in der Tat ein größeres Kundeninteresse an Schließfächern. Daher haben wir im Jahr 2015 in unserer Hauptstelle auch 80 neue Anlagen installiert“, sagt Dirk Paulus von der Frankenberger Bank. Die Angst vor Einbrüchen sei einer der Gründe für die gestiegene Nachfrage. Andere Aspekte spielten aber ebenfalls eine Rolle. „Wertsachen und wichtige Dokumente können so schnell und sicher aufbewahrt werden. Auch Gold wird immer häufiger in Schließfächer verwahrt.“ Eine gestiegene Nachfrage – wenn auch nur in geringem Ausmaß – verzeichnet auch die Waldecker Bank. Von den insgesamt 1200 Schließfächern seien dort nur noch wenige frei. Eine wesentliche Rolle für das gestiegene Interesse spielt laut Pressesprecher Carsten Stumpe auch der Niedrigzins. „Dieser bewegt Anleger dazu, in Edelmetalle oder Münzen zu investieren, die danach in Schließfächern aufbewahrt werden.“ Bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg ist dagegen kein Schließfach-Boom zu spüren. „In unseren zwölf größeren Geschäftsstellen stehen über 3600 Schließfächer für Kunden bereit. „Davon sind 80 Prozent vermietet. Ein Anstieg bei der Nachfrage ist nicht erkennbar. Rückgaben und Neuvermietungen gleichen sich aus“, sagt Pressesprecher Karlheinz Göbel.

Mehr Informationnen zu Schließfächern in Banken lesen Sie in der WLZ vom 23. Januer.

Rubriklistenbild: © dpa

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