Nordhessischer Breitbandgipfel informierte über den Ausbau

Schnelles Internet soll in jedes Waldeck-Frankenberger Dorf kommen

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Waldeck-Frankenberg. Beim vierten nordhessischen Breitbandgipfel haben sich auf Schloss Landau rund 80 Bürgermeister und kommunale Vertreter aus ganz Nordhessen, drei Landräte und Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke über den Ausbaufortschritt beim schnellen Internet informiert.

Die Zahlen klangen insgesamt ermutigend: Rund drei Viertel der geplanten Ausbaukilometer wurden bereits im Bohr-Spül-Verfahren und mit dem Kabelpflug verlegt. Nur leider liegen große Teile der letzten 550 Kilometer Ausbaustrecke ausgerechnet im Landkreis Waldeck-Frankenberg. 

Das sei keine böse Absicht, versicherte der Geschäftsführer der mit den Verlegearbeiten betrauten Weigand Bau GmbH, Marco Weigand, sondern hänge mit der Geologie zusammen: Viel gebirgiges Gelände. Da kommen die Verlegemaschinen nicht so schnell durch. Eine besondere Herausforderung sei zudem die Durchquerung des Edersees mit 1100 Metern Bohrstrecke gewesen.

Weigand versicherte, dass in seinem Unternehmen rund 300 Mitarbeiter mit Hochdruck daran arbeiteten, auch die verbliebenen Kilometer Glaskabel zu verlegen. Im Januar würden witterungsbedingt die Baumaschinen gewartet, damit es im Februar mit Vollgas zum Endspurt gehen könne. Das Aufstellen der Multifunktionsgehäuse in den Dörfern sei dann das erste Lebenszeichen vor Ort, erklärte Daniel Hecker von der NetCom Kassel, die das Netz betreibe und den Kundenkontakt pflegen wird.

Hecker erläuterte, dass die NetCom bei der „letzten Meile“ zu den Hausanschlüssen auf die Kupferleitungen der Deutschen Telekom angewiesen sei. Und diese alten Kupferleitungen seien dann auch der Grund, warum beim Bürger am Ende nur Download-Geschwindigkeiten von 25 oder 50 Mbit/Sekunde möglich seien. Ziel aller Bemühungen bleibt ein gigaschnelles Netz.

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Von Elmar Schulten

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