72 neue Lehrer im Schulamtsbezirk

Für 1350 Erstklässler in Waldeck-Frankenberg beginnt diese Woche die Schule

+
Erstklässler in Haina: (von links) Doreen Nath, Ole Sommer und Tilda Nöchel.

Waldeck-Frankenberg. An den Schulen in Waldeck-Frankenberg werden in dieser Woche 1350 Erstklässler eingeschult. Das sind 50 mehr als zum vergangenen Schuljahr, womit sich der landesweite Aufwärtstrend auch in unserem Landkreis bestätigt.

Nach den Zahlen des staatlichen Schulamtes in Fritzlar, das für Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder zuständig ist, gibt es in den Waldeck-Frankenberger Grundschulen insgesamt 5047 Schülerinnen und Schüler und damit 88 mehr als im Schuljahr zuvor.

In den vergangenen Jahren war es noch ein Problem, alle Lehrerstellen zu besetzen. Jetzt berichtet Schulamtsleiter Burkhard Schuldt: „Die Unterrichtsversorgung ist gesichert.“ Im Schulamtsbezirk, also in den beiden Landkreisen, seien zu diesem Schuljahr insgesamt 72 neue Lehrkräfte eingestellt worden, einzelne könnten noch dazukommen. 

„Damit haben wir wieder deutlich mehr Lehrer eingestellt als in den vergangenen Jahren.“ Damit sei aber nicht garantiert, dass ein Ausfall – zum Beispiel bei Krankheit oder Schwangerschaft – sofort wieder besetzt werde, sagte Schuldt. Die Liste der Bewerber im Grundschulbereich sei „abgeräumt“ – das heißt: Alle Bewerber haben eine Stelle bekommen.

Angesichts des bundesweiten Lehrermangels stehe Hesse noch ganz gut da. Es gebe erste Engpässe, aber keinen Unterrichtsausfall, sagte Schuldt und verwies auf eine Pressemitteilung des Kultusministeriums aus der vergangenen Woche. Darin sprach Kultusminister Alexander Lorz angesichts von 54 100 Lehrerstellen – darunter 1000 zusätzlichen im Vergleich zum Vorjahr – von einer „Rekordversorgung“.

Lorz: 38.000 dieser Stellen werden für die Grundunterrichtsversorgung, also die Abdeckung des in den Stundenplänen vorgesehenen Unterrichts, benötigt. Der Rest dient der Wahrnehmung zusätzlicher Aufgaben, dem Ausbau der bildungspolitischen Schwerpunkte und zur Entlastung der Lehrkräfte.“

An 48 Grundschulen in Waldeck-Frankenberg werden in diesem Jahr Sozialpädagogen mit halber oder viertel Stelle unterrichtsbegleitend pädagogische Arbeit leisten. Neu hinzu kommen erstmals auch Sozialpädagogen für die Klassen 5 bis 10; dafür laufen derzeit die Ausschreibungen, sagte Schuldt.

Hintergrund 

55 allgemeinbildende Schulen gibt es in Waldeck-Frankenberg. Die Schülerzahl liegt laut Schulamt für 2018/19 bei 15 093 und damit um 151 niedriger als im vergangenen Schuljahr. Dazu gehören 5047 Grundschüler (+88 zum Vorjahr), 672 Hauptschüler (-54), 2516 Realschüler (-89) und 4494 Gymnasialschüler (+95).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.