Altkreis-Nummernschilder sind seit drei Jahren wieder erlaubt

Trotz WA und FKB: Mehr als 80 Prozent fahren mit KB am Auto

Waldeck-Frankenberg. Das KB-Kennzeichen ist weiterhin das am meisten vertretene Kfz-Kennzeichen in Waldeck-Frankenberg. Seit dreieinhalb Jahren können die Einwohner wählen, ob sie das Kreiszeichen KB oder die Retro-Schilder WA für Waldeck und FKB für Frankenberg an ihr Fahrzeug schrauben. Mehr als 80 Prozent der knapp 147 000 zugelassenen Fahrzeuge fahren mit KB.

„Der Anteil der Altkreis-Kennzeichen ist aber gestiegen“, sagt Dr. Hartmut Wecker, Pressesprecher des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Im November 2014, ein Jahr nach Einführung der neuen Möglichkeit, gab es 6161 WA- und 3631 FKB-Kennzeichen. Das waren damals bei rund 123 450 zugelassenen Fahrzeugen knapp acht Prozent.

„Heute liegt der Anteil mit 17,58 Prozent mehr als doppelt so hoch“, sagt der Pressesprecher. In Zahlen: Anfang Juni 2017 waren 16 840 WA-, 8992 FKB- und 121 132 KB- Kennzeichen registriert.

Zum Vergleich: Im Nachbarkreis Schwalm-Eder, wo die Retro-Schilder FZ für Fritzlar, MEG für Melsungen und ZIG für Ziegenhain erst seit März 2015 zugelassen sind, beträgt deren Anteil 22 Prozent, 78 Prozent blieben bei HR für die Kreisstadt Homberg.

Die Tendenz zu Retro-Kennzeichen wird wohl auch in Waldeck-Frankenberg noch steigen, das zeichnet sich zumindest bei den kostenpflichtigen Kennzeichen-Reservierungen ab: 28,4 Prozent haben sich beim Kreis für ein Retro-Schild vormerken lassen.

Viele wollten mit der Wahl der Kennzeichen FKB und WA „die Verbundenheit mit ihrer Heimatregion ausdrücken“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. 

Rubriklistenbild: © Archiv

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