Verhandlung vor dem Schöffengericht

Überfall in Bad Zwesten: Angeklagter nannte  Bankangestellten seinen Namen

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Für zwei Raubüberfälle auf die Filiale Bad Zwesten der Kreissparkasse Schwalm-Eder in den Jahren 2009 und 2010 war ein heute 69 Jahre alter Mann im November 2014 vom Amtsgericht Fritzlar zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die hat er inzwischen verbüßt.

An den dritten Überfall im Dezember 2018 will er sich nicht mehr erinnern. „Es ist alles weg, es ist wie ein böser Traum.“ Das sagte er zum Auftakt der jüngsten Verhandlung vor dem Schöffengericht Fritzlar und gab zu, vor der Tat viel Alkohol getrunken zu haben.

Mit schwarzer Jacke und schwarzer Mütze bekleidet soll der Beschuldigte damals versucht haben, die Sparkassenfiliale Bad Zwesten zu überfallen. „Das ist ein Überfall“, drohte er laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft und spiegelte vor, mit der Hand eine Waffe oder einen anderen gefährlichen Gegenstand zu umfassen.

Beute machte der 69-Jährige dabei keine: Denn der Bankmitarbeiter teilte ihm mit, es gebe kein Bargeld, weil es sich um eine bargeldlose Filiale handele. Daraufhin gab der Angeklagte sein Vorhaben auf.

Der 69-Jährige lebte früher in Bad Wildungen und zuletzt bei der Heilsarmee in Kassel. Seit der Tat vom 3. Dezember 2018 sitzt er in Untersuchungshaft.

Während des Überfalls hatte er seinen Namen genannt. Der Bankangestellte machte ihm klar, dass es auch deshalb kein Geld für ihn gebe, weil er kein Konto habe. Von all dem will der Beschuldigte nichts wissen.

„Ich hatte zu viel getrunken“, sagte er. Ob Alkohol oder Medikamente – „so wahnsinnig bin ich nicht“, meinte er im Zusammenhang mit der Anklage. Bereits zwei Mal sei er in der Bankfiliale gewesen, gab er zu, „ich wollte nicht ein drittes Mal dahin.“

Weil der beim dritten Überfall anwesende Bankangestellte am Donnerstag noch im Urlaub war, wird die Verhandlung am Montag, 22. Juli, ab 10 Uhr fortgesetzt.

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