Strategisch-bauliche Zielplanung vorgestellt

Vitos Haina plant Neubauten und Modernisierungen im hohen zweistelligen Millionenbereich 

Übersicht: So sind die verschiedenen Bereiche von Vitos derzeit verteilt. Der Teilneubau der Allgemeinpsychiatrie soll im Bereich der roten Gebäude erfolgen, der Neubau der Forensik in der Nähe des grünen E-förmigen Gebäudes.

Waldeck-Frankenberg – Vitos Haina plant eine Runderneuerung des Psychiatriestandorts Haina und eine Ausweitung der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung im gesamten Landkreis.

Am Donnerstag stellte Geschäftsführer Matthias Müller die strategisch-bauliche Zielplanung vor – mit einem Teilneubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP) und einem Neubau der forensischen Klinik als größte Posten. Das Investitionsvolumen liegt bei einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“.

 Ausgangspunkt dieser Planungen war die Tatsache, dass der seit 2014 angestrebte Neubau der Allgemeinpsychiatrie (KPP) neben dem Kreiskrankenhaus in Frankenberg nicht zustande kam (wir berichteten). „Wir mussten nach Alternativen suchen und uns war schnell klar, dass wir bei unseren Überlegungen den gesamten Standort Haina einbeziehen“, erläuterte Müller bei einem Pressegespräch. Deshalb sehe Vitos Haina Modernisierungen und Neubauten in allen vier Betriebsstätten vor. 

Für die Allgemeinpsychiatrie soll nun ein Teilneubau errichtet werden. Er soll „intelligent in die Gebäudesubstanz unseres Mutterhauses integriert werden“, sagt Müller. Vitos Haina bereitet derzeit einen Architektenwettbewerb vor, der konkrete Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen soll. Das Mutterhaus soll modernisiert werden, die Station für intelligenzgeminderte Patienten ausgebaut und eine psychosomatische Klinik mit 25 Betten neu installiert werden.

 Zudem soll die von der Allgemeinpsychiatrie betreute ambulante Versorgung in Waldeck-Frankenberg ausgeweitet werden. Neben der bestehenden Einrichtung in Korbach soll als nächstes auch in Bad Wildungen und später in Frankenberg – ein Grundstück wird dort noch gesucht – eine Tagesklinik mit Ambulanz errichtet werden. Zunächst in Korbach starten wird das Angebote der stationsäquivalenten Betreuung von psychisch schwer kranken Menschen zuhause (wir berichteten). 

Das größte Bauprojekt von Vitos Haina betrifft die Forensik: Neben der Modernisierung von Klinikbereichen ist auch ein Neubau anvisiert, der alleine zirka 45 Millionen Euro kosten wird. Im Bereich begleitende psychiatrische Dienste will Vitos am Standort in Haina ein Appartementhaus, in Gemünden einen Ersatzneubau für Wohngruppen in Löhlbach und Haina bauen.

„Wenn man den Psychiatriestandort Haina erhalten will, geht das nicht ohne Modernisierungen und Investitionen“, sagte der Geschäftsführer von Vitos Haina, Matthias Müller.

„Unsere Wurzeln liegen in Haina. Und wir sind uns unserer Verantwortung für den Standort und für die Menschen in unserer Region bewusst“, betonte Müller. Die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat des Vitos-Konzerns haben seinen Angaben nach die Zielplanung bereits beschlossen, die Mitarbeiter wurden in Versammlungen an den Standorten Haina und Gießen informiert.

Das Konzept sieht eine „Campus-im-Campus“-Bildung vor. Die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste (BPD) haben sich bereits mit ihren stationären Angeboten in der Dr.-Otto-Kahm-Straße zentriert. Die Hainaer Büros der Forensisch-psychiatrischen Ambulanz Hessen sollen zusammengeführt werden. Die neue Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wird in unmittelbarer Anbindung an das Mutterhaus entstehen. Und der „forensische Campus“ wird im Hohen-Lohr-Weg ausgebaut.

Für die Umsetzung seien mindestens die nächsten fünf Jahre vorgesehen. 

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