Verschlechterung im Vergleich zum Vormonat

Arbeitsmarkt im Kreis Waldeck-Frankenberg stagniert

Waldeck-Frankenberg. Auch im Juli ist der Arbeitsmarkt nach wie vor entspannt, teilt die Agentur für Arbeit Korbach mit. Trotzdem gibt es eine leichte Verschlechterung in Waldeck-Frankenberg im Vergleich zum Vormonat. 

Die Arbeitslosenquote verharrt gegenüber Juni bei 3,4 Prozent und liegt damit 0,6 Punkte niedriger als vor einem Jahr. Aktuell sind 6360 Arbeitslose in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder registriert. Das sind zwar 107 mehr binnen Monatsfrist, aber immerhin 1082 weniger im Jahresvergleich. Agenturchef Uwe Kemper bilanziert: „Niedrige Arbeitslosenzahlen und hoher Kräftebedarf kennzeichnen unverändert den regionalen Arbeitsmarkt.“

Schwalm-Eder glänzt ausnahmslos mit Minuswerten, die in einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent münden. 3,6 Prozent sind es dagegen in Waldeck-Frankenberg, wo zumindest gegenüber dem Vormonat ein Anstieg der Arbeitslosigkeit festzustellen ist. 3113 Personen waren im Juli im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 169 mehr als im Vormonat und 272 weniger als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent und einem Minus von 8,0 Prozent. Die aktuelle Quote ist 3,6 Prozent, im Juni waren es 3,4 Prozent und im Juli 2017 3,9 Prozent gewesen.

Unverändert profitieren alle Personengruppen von der anhaltenden Erholungsphase, was sich vor allem gegenüber Juli 2017 in durchweg prozentual zweistelligen Minuswerten ausdrückt. Besonders hervorzuheben ist hier der Rückgang der Jobsuchenden unter den Ausländern und unter den Leistungsempfängern im Rechtskreis SGB II. Sehr deutlich bleibt auch die Reduzierung der Langzeitarbeitslosen von allein 26,6 Prozent im Rechtskreis SGB II gegenüber dem Vorjahr. 

Der anhaltende Fachkräftebedarf der heimischen Wirtschaft spiegelt sich im konstant hohen Stellenbestand wider. Nicht weniger als 3527 Jobofferten sind bei der Arbeitsagentur für beide Landkreise registriert, 15,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch der aktuelle monatliche Zugang von 922 Angeboten ist von Juni auf Juli ungewöhnlich hoch. 

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbil

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