Personenbeförderungsgesetz

Haltestellen in Waldeck-Frankenberg werden barrierefrei

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Sonderbord erleichtert Einstieg: So wie hier in Kassel, sollen auch Bushaltestellen in Waldeck-Frankenberg mit einem Hochbord für niveaugleichen Einstieg ausgerüstet werden.

Waldeck-Frankenberg. 1338 Bushaltestellen sowie 23 Bahnhöfe und Bahnsteige gibt es in Waldeck-Frankenberg. Künftig sollen alle barrierefrei sein. 

So will es das Personenbeförderungsgesetz. Stichtag für die Umsetzung ist der 1. Januar 2022. Pro Haltestelle müsse man mit Kosten von 30.000 bis 50.000 Euro rechnen, sagt Sabine Herms, Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV). Der Ausbau solle in diesem Jahr beginnen. Welche Haltestellen in welcher Reihenfolge umgebaut werden, hänge von der „gemeinsamen Priorisierung durch die Kommunen und den Nordhessischen Verkehrsverbund ab“, sagt Herms. 

Für die im September 2015 reaktivierte Bahnstrecke Korbach-Frankenberg bestehe „kein Bedarf“, denn die dortigen Bahnhöfe seien bereits barrierefrei. In Waldeck-Frankenberg gehe es vorrangig um den Ausbau von Bushaltestellen. Das Land Hessen bezuschusse die Baukosten, der NVV beteilige sich an den Planungskosten.

Blindenleitsystem soll eingeführt werden

Die Haltestelle der Zukunft sieht beispielsweise ein Blindenleitsystem vor. Über 20 Zentimeter hohe Hochborde sollen den Fahrgästen – zum Beispiel Rollstuhlfahrern, Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen – einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg ermöglichen. Die allerdings nicht überall realisierbare „Krönung“ der Barrierefreiheit ist ein Fahrgast-Info-System, bei dem Abfahrtszeiten optisch und akustisch angezeigt bzw. angesagt werden.

Ziel sei es, dass es bis 2022 in jedem Ort mindestens eine barrierefreie Haltestelle gibt, sagt Sabine Herms. Die weiteren Haltestellen sollten innerhalb der folgenden zehn Jahre umgebaut werden.

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