Manche wählen wohl auch in ihren Heimatländern

Waldeck-Frankenberg: Nur wenige EU-Ausländer haben Teilnahme an Europawahl beantragt

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Für die Europawahl am 26. Mai haben sich nur wenige in Waldeck-Frankenberg lebende EU-Ausländer für die Wahl in ihren deutschen Wohnorten angemeldet. 

Waldeck-Frankenberg – Nur wenige EU-Ausländer, die in Waldeck-Frankenberg leben, werden ihre Stimme zur Europawahl am 26. Mai in Deutschland abgeben.

 Dies ergibt unsere Umfrage bei den Stadtverwaltungen der vier größten Städte im Kreis.

Um in ihren Gemeinden zu wählen, müssen EU-Ausländer ins Wählerverzeichnis aufgenommen sein. Die Registrierung per Antrag musste bis zum 5. Mai erfolgen.

In der Kreisstadt Korbach sind aktuell von den 17 766 Wahlberechtigten 710 EU-Ausländer. Von ihnen haben nur 47 die Aufnahme ins Wählerverzeichnis beantragt, informiert Carsten Vahland vom Ordnungsamt.

Auch in Frankenberg ist das Wahlinteresse von EU-Ausländern mau: Es gibt dort 14 074 Wahlberechtigte. Von den 368 EU-Ausländern haben 23 per Antrag ihre Absicht bekundet, an der EU-Wahl teilzunehmen, so Sprecher Florian Held.

In Bad Arolsen haben 26 von 572 EU-Ausländern die Wahlteilnahme beantragt. Insgesamt sind 12 226 Bürger wahlberechtigt. Die meisten in Arolsen lebenden EU-Ausländer stammen laut Stadtverwaltung aus Polen, Belgien und Rumänien. Die anderen drei Städte machen zur Herkunft keine Angaben.

In Bad Wildungen haben sich laut Stadtverwaltung 37 von 608 wahlberechtigten EU-Ausländern für die Wahl registrieren lassen. Wahlberechtigte insgesamt: 13 400.

Auch wenn in diesen Städten damit nur 133 EU-Ausländer die Teilnahme an der EU-Wahl beantragt haben, heißt dies nicht, dass sie nicht wählen gehen. „Der EU-Bürger kann auch im Heimatland wählen“, erläutert Vahland von der Stadt Korbach. „Wir haben Fälle, die bei uns eingetragen waren und sich haben streichen lassen, um im Heimatland zu wählen.“

Warum das Interesse der EU-Ausländer an der Wahl in Deutschland so gering ist, darüber kann man laut Vahland „nur spekulieren“. Es spiegele sich aber „das Wahlinteresse wider, was insgesamt auch durch eine geringere Wahlbeteiligung zum Ausdruck kommt“. 

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