Netze auf den Strecken des NVV sind unzureichend

Waldeck-Frankenberg: Vorerst kein WLAN in Regionalzügen

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Sie sind gerne online: Die Schülerinnen Kim de Goede (links) und Amy Ising pendeln zwischen Willingen und Korbach und vermissen WLAN im Regionalzug. 

Wer mit der Bahn reist und die Zeit zum Surfen im Internet nutzen will, muss dies weiter über das eigene mobile Netz tun. Zumindest in den Regionalzügen in Waldeck-Frankenberg wird es kostenloses WLAN vorerst nicht geben.

Die Deutsche Bahn und der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) nennen den dünnen Netzausbau als Grund.

Ein Ausbau der Hotspots ist demnach nicht in Sicht. Die Qualität der Mobilfunknetze entlang der Bahnstrecken entscheide darüber, ob WLAN möglich sei. „Da das bisher in Waldeck-Frankenberg eher problematisch ist, gibt es derzeit keine weitergehenden Planungen“, sagt Sabine Herms, Sprecherin des NVV. „Im ländlichen Raum leben wir in vielen Regionen in der digitalen Steinzeit und die drei großen Funknetzbetreiber investieren nur da, wo Gewinne zu erwarten sind, nämlich in Ballungsräumen.“

Bislang testet der NVV WLAN auf folgenden Strecken: auf der Shuttlebus-Linie 100 zwischen Kassel und dem Flughafen Calden, auf der Buslinie 500 zwischen Kassel und Bad Wildungen sowie auf der neuen Rhein-Ruhr-Express-Linie 11 zwischen Kassel, Warburg und Düsseldorf.

Während WLAN in ICE-Zügen zum Standard gehört und mittlerweile auch die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet dafür technisch umgerüstet werden, müssen Fahrgäste im Nahverkehr auf dem Lande noch darauf warten. Deutschlandweit gibt es den Internet-Empfang laut Bahn nur auf 13 Prozent der Regionalzug-Strecken. Eine flächendeckende Ausstattung würde bis zu 200 Millionen Euro kosten.

Freies WLAN in den Regionalzügen wäre wünschenswert, sagt Ernst Helfenbein aus Frankenberg, ein Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

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Von Stefanie Rösner

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