Mehr Effizienz: Landkreis führt Genehmigungsmanagement ein

Waldeck-Frankenberg will Bauanträge schneller genehmigen

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Waldeck-Frankenberg. Schnellere Entscheidungen bei Baugenehmigungen und mehr Planungssicherheit sind das Ziel: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat ein so genanntes Genehmigungsmanagement für komplexe Bauvorhaben eingerichtet.

Vor allem kleine und mittelständische Betriebe, Industrie- und Handwerksunternehmen sollen davon profitieren. Nicht betroffen sind in der Regel die privaten Häuslebauer.

Brandschutz, Wasser- und Bodenschutz, Natur- und Landschaftschutz, Landwirtschaft, Gesundheit und Verkehr – an einer Baugenehmigung sind neben dem Kreisbauamt viele weitere Fachdisziplinen beteiligt. Das macht es für Antragsteller und Bauamt nicht einfacher. „Die Verfahren sind vielschichtiger geworden, die Anträge sind häufig unvollständig“, sagt Susanne Paulus, Leiterin des Fachdienstes Bauen beim Landkreis. Das führt zu langen Bearbeitungszeiten und Frustration auf beiden Seiten.

Das zum Jahresbeginn gestartete Genehmigungsmanagement bringt unter der Federführung des Fachdienstes Bauen alle Beteiligten schnell und fachübergreifend an einen Tisch und koordiniert ihre Arbeit. Für Bauherren, Architekten und Bauunternehmen ist das ein großer Vorteil: Sie brauchen für alle Fragen nur noch einen Ansprechpartner. Und auch die Verwaltung kann sich so intern besser abstimmen.

„Wir helfen von Anfang an auf den richtigen Weg“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Das gibt den Bauherren Planungssicherheit: Sie wissen frühzeitig, ob ihr Vorhaben genehmigungsfähig ist und welche Unterlagen sie für den Antrag brauchen.

Vorbild für das Projekt ist der „Lotsendienst“ im Hochsauerlandkreis, den es dort schon seit mehr als 20 Jahren gibt. In Nordhessen ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg allerdings Vorreiter.

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