Wildkatzen werden in Waldeck-Frankenberg heimisch

Wildkatze: Mindestens 36 dieser Wildtiere leben im hessischen Rothaargebirge, das bis ins Obere Edertal reicht. Foto: nh/Thomas Stephan/BUND

Waldeck-Frankenberg. Mindestens 36 Wildkatzen leben im hessischen Rothaargebirge, dessen Ausläufer bis ins Obere Edertal reichen.

Allein im vergangenen Jahr hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Hessen (BUND) 25 Tiere mit Lockstöcken nachgewiesen, an denen sich die Tiere reiben.

Um die Bevölkerung für deren Existenz zu sensibilisieren und zu erklären, wie man die Wildkatzen schützen kann, hat der BUND in Nordhessen 15 Wildkatzen-Botschafter ausgebildet. „Denn man kann schließlich nur das schützen, was man auch kennt“, sagt BUND-Projektkoordinatorin Susanne Schneider.

Unter den Botschaftern ist aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg Anke Schütz aus Somplar. „Wir sind Ansprechpartner vor Ort, wenn eine Wildkatze gesichtet, ein Todfund gemacht oder eine hilfsbedürftige Wildkatze gefunden wurde“, sagt die 47-Jährige. Für Letzteres gebe es spezielle Auffangstationen, zu denen Schütz den Kontakt herstellen kann. „Zuhause oder auch beim Tierarzt sollten sie nicht gesund gepflegt werden, da die Gefahr der Krankheitsübertragung viel zu hoch ist.“

Zudem fungiert Schütz im Landkreis nun als Multiplikatorin für Wildkatzenprojekte, mi deren Hilfe deutschlandweit ein Waldverbund von 20 000 Kilometern Länge geschaffen werden soll, um den Wildkatzen Wanderung und Austausch zu ermöglichen.

Außerdem wollen sich die Botschafter verstärkt vernetzen und einen Stammtisch ins Leben rufen. Weitere Wildkatzen-Botschafter gibt es bereits in Niedersachsen und Thüringen. In Nordrhein-Westfalen kam mangels Teilnehmern kein Kurs zustande.

Was eine solcher Botschafter genau zu tun hat und warum er immer Baldrian bei sich trägt, das lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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