Wohncontainer für Flüchtlinge noch nicht bezugsfertig

Leitungen liegen bereits: Hatzfelds Wassermeister Michael Irle zeigt an einem der Wohncontainer die Leitungen für Abwasser, Wasser, Warmwasser/Warmwasserzirkulation sowie Vor- und Rücklauf für die Heizung. Foto:  Skupio

Waldeck-Frankenberg. Vor drei Wochen sind aus Litauen die ersten der 86 Wohncontainer für Flüchtlinge in Waldeck-Frankenberg eingetroffen. Seitdem ist jedoch wenig damit passiert.

Trotz eiligst einberufener Infoveranstaltungen für die Bürger vor Ort sind sie nach wie vor unbewohnt. „Wir haben die Absicht, die Container noch dieses Jahr bezugsfertig zu machen“, sagt Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker als Sprecher der Bürgermeister im Südkreis.

Als Grund für die Verzögerungen nennt Junker die technische Umrüstung der so genannten „Mobile Homes“ auf deutsche Norm. „Wir können nicht gewährleisten, dass sich die Flüchtlinge an die Sicherheitshinweise halten“, sagt Junker. Daher wolle man die Gefahr durch Bedienungsfehler so gering wie möglich halten. Aus diesem Grund sollen die gasbetriebenen durch elektronisch betriebene Herde ersetzt werden. „In der EU gibt es unterschiedliche Fertigungsstandards, weswegen es zu gefährlich wäre, die Gasherde anzuschließen“, bestätigt Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF), die für die Anschlüsse der „Mobile Homes“ im Südkreis beauftragt wurde.

Für die englischen Steckdosen seien teilweise Adapter mitgeliefert worden, doch auch sie werden laut Junker aus Sicherheitsgründen auf deutschen Standard umgerüstet. Kommunen und Wirtschaft würden derzeit eng zusammenarbeiten, um die optimale Lösung nicht nur bei der Ausstattung, sondern auch im Betrieb zu finden. „Dies erfordert Zeit, mehr Zeit, als anfänglich erkennbar war“, sagt Junker. Jeder Container müsse dabei aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten individuell betrachtet werden.

Zu den Kosten für Anschluss und Umrüstung wollte Junker keine Angaben machen. Da man gewillt sei, die Bezugsfertigkeit so schnell wie möglich zu erreichen, würde sich die Zahlen ständig verändern.

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