Mit Lyriker Jan Wagner und Moderator Denis Scheck 

Wortgewaltiger und heiterer Start in den Literarischen Frühling in Waldeck-Frankenberg

Heiß begehrt: die Unterschrift des Büchner-Preisträgers Jan Wagner in der Signierstunde.

Waldeck/Ellershausen. Mit einer Lesung des Büchner-Preisträgers Jan Wagner auf Schloss Waldeck und mit Informationen über den Autor des Lügenbarons Münchhausen in der Bärenmühle Ernsthausen begann das Festival Literarischer Frühling.  

Der Rittersaal auf Schloss Waldeck war erneut der würdige Rahmen für die Festivaleröffnung des Literarischen Frühlings 2018. Mitinitiatorin Christiane Kohl freute sich, die siebte Auflage der erfolgreichen Kulturveranstaltung zu eröffnen, und begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft.

Sie dankte den 21 Sponsoren für die finanzielle Unterstützung und freute sich über die große Resonanz an Besuchern. Fast alle Lesungen, Gespräche und Lese-Dinner des Festivals sind ausverkauft, nur für wenige Termine gibt es noch Restkarten (www.literarischer-fruehling.de).

Kassels Kulturdezernentin Susanne Völker forderte in ihrem Grußwort dazu auf, aus dem Alltag auszusteigen und sich auf die verschiedenen Orte und Autoren einzulassen. Das Landhaus Bärenmühle in Ellershausen, das Hotel Die Sonne in Frankenberg, Schloss Friedrichstein und die Wandelhalle in Bad Wildungen oder ein alter Kuhstall in Ellershausen – überall zieht der Literarische Frühling in den nächsten Tagen ein.

Der Eröffnungsabend brachte den alt ehrwürdigen Rittersaal auf Schloss Waldeck an seine Grenzen, und Mitinitiator und Hausherr Andreas Engelhoven genoss den Ansturm der Kulturbegeisterten.

Diese erlebten einen brillanten Moderator Dennis Scheckund den wortgewandten Georg-Büchner-Preis-Träger Jan Wagner. Lyrik und Prosa von alten Bikern, Unkraut oder Koalabären sorgten für einen kurzweiligen und heiteren Beginn des Literarischen Frühlings.

Die Eröffnung endete mit einem Sektempfang im Schlossrestaurant Altane und netten Gesprächen bei hochklassigem Fingerfood im Kreis von Literaturbegeisterten und Festivalfans. 

Eine „besondere Köstlichkeit“ aus der Zeit der Aufklärung kündigte Christiane Kohl beim Pre-Opening, der Voreröffnung, des 7. Literarischen Frühlings am Freitagabend an. Serviert wurden den beinahe 100 Gästen in der Bärenmühle bei Ellershausen Forschungsergebnisse der Kasseler Kulturwissenschaftlerin Dr. Andrea Linnebach zu Rudolf Erich Raspe, dem kaum bekannten Verfasser der Lügengeschichten über Hieronymus von Münchhausen. Fazit der Forscherin: „Er war schon auch ein Schuft.“ (tin/zmm)

Einen ausführlichen Bericht über die Lesung des Lyrikers Jan Wagner lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA 

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