Kalte Jahreszeit wirkt sich auf Beschäftigung aus

Arbeitslosenquote im Kreis klettert auf 4,6 Prozent

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Im Winter ruhen viele Arbeiten – das wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus.

Waldeck-Frankenberg. Der Winter drückt den Arbeitsmarkt: 334 zusätzliche Personen waren im Januar gegenüber dem Vormonat arbeitslos gemeldet – doch es gibt auch gute Nachrichten.

„Das ist üblich für Wintermonate“, erklärt Cornelia Harberg, Pressesprecherin der Korbacher Agentur für Arbeit. Derweil seien 261 Menschen weniger ohne Job als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr: „Damit hält der Trend, der sich durch das vergangene Jahr gezogen hat, an.“ 

Mehr Jobsuchende als im Dezember gebe es in allen Personengruppen ausschließlich im "Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III" – also vor bei Empfängern von Arbeitslosengeld I, seit 1. Januar zählen auch „Aufstocker“ dazu, die zusätzlich zu dieser Leistung auch ALG II beziehen. 

Zwei Personengruppen tragen laut Cornelia Harberg in erster Linie zum Anstieg bei: Auf der einen Seite Männer, die verstärkt in Außenberufen arbeiten – hier wirken sich die Minustemperaturen aus. Andererseits enden derzeit viele dreijährige Ausbildungen, sodass viele junge Menschen zumindest zeitweise Arbeitslos sind. Dieser saisonübliche Anstieg sei niedrige ausgefallen als im Schnitt der vergangenen fünf Jahren. 

Neben Frauen sind auch Ältere weniger betroffen: „Angesichts des Fachkräftebedarfs besinnen sich Arbeitgeber auf Erfahrung und Kompetenz“, sagt Cornelia Harberg. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei derweil im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent gesunken, erklärt Otto Richter, Bereichsleiter Markt und Integration beim Jobcenter Waldeck-Frankenberg. 

Die Zahl der offenen Stellen ist weiter gestiegen: Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe, im Handel sowie im verarbeitendem Gewerbe wie Handel und Industrie. Mit 1306 offenen Stellen liegt der Bedarf um 30 Posten höher als im Dezember, und im 163 höher als im Vorjahr.

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