Haustier des Jahres 2019 ist auch heute noch gefragt

Zahl der Pferde in Waldeck-Frankenberg steigt stetig an

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Fest in weiblicher Hand: Frauen dominieren in der Reiterei. Auch Jacinda-Jo Pratschke aus Ober-Werbe ist vom „Pferdevirus“ infiziert und hat schon als kleines Kind ihre ersten Turniere geritten. Heute ist die 21-jährige Berufsreiterin.

Das Pferd ist Haustier des Jahres 2019. Rund 4700 Pferde werden aktuell in Waldeck-Frankenberg gehalten, inklusive Ponys und Esel.

Die Rolle als Nutztier in der Landwirtschaft hat es zwar lange verloren. Aber seine Zugkraft vor Kutsche oder Planwagen mit einem Hauch Nostalgie ist auch heute noch gefragt.

„Dieselrösser“ verdrängten zwar bei der Technisierung der Landwirtschaft das schwere Arbeitspferd von den Höfen, aber dann folgte der Aufgalopp edler Rösser für Freizeit- und Sport. Über 4000 Mitglieder zählen zurzeit die 41 Reitvereine im Kreis. Nur wenige Pferde müssen sich heutzutage noch ihren Hafer verdienen – beispielsweise beim Holzrücken oder beim therapeutischen Reiten. Das Freizeitvergnügen steht an erster Stelle.

Im Landkreis verdoppelte sich fast die Zahl der Pferdehalter von 777 im Jahr 2000 auf heute 1408, teilt Pressesprecherin Petra Frömel mit. Die Zahl der Tiere nahm in diesen 19 Jahren um 1900 zu.

Die Liebe zum Pferd ist aber auch bundesweit ungebrochen. Laut einer Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse in 2016 gaben 14 Millionen Befragte über 14 Jahre an, Interesse am Reiten zu haben. Vier Millionen interessieren sich besonders für diese Sportart. 3,89 Millionen Menschen bezeichnen sich als Reiter und 1,25 Millionen betreiben diese Sportart intensiv, zitiert Uta Helkenberg von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Warendorf aus der Studie.

Viel Gutes hat sich in der Haltung entwickelt. Die Anbindung in Ständern wurde abgeschafft und durch Boxen und Gruppenlaufställe ersetzt. Darauf weist die Stiftung „Bündnis Mensch und Tier“ hin, die das Pferd zum Haustier des Jahres 2019 gewählt hat. 

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