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Kreisfeuerwehrverband zeichnet bei Ehrungsabend Kameraden und Unterstützer aus

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Von: Wilhelm Figge

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Mit einem Ehrungsabend zeigte der Kreisfeuerwehrverband Kameraden und Unterstützern Anerkennung.
Mit einem Ehrungsabend zeigte der Kreisfeuerwehrverband Kameraden und Unterstützern Anerkennung. © Wilhelm Figge

Ausbilder, Führungspersönlichkeiten und weitere Unterstützer ehrte der Kreisfeuerwehrband Waldeck-Frankenberg. Dabei gab es einige Abschiede.

Waldeck-Frankenberg – Weil sie ihr Wissen an Kameraden weitergegeben, Führungsaufgaben übernommen haben oder die Wehren auf vielfältige Weise gefördert haben, hat der Kreisfeuerwehrverband Waldeck-Frankenberg bei einem Ehrungsabend 14 Mitglieder und Förderer ausgezeichnet.

Mit dem Goldenen Brandschutzverdienstzeichen am Bande erhielt Rolf Wilke eine staatliche Auszeichnung, die noch keine zehn Feuerwehrleute in Waldeck-Frankenberg ihr Eigen nennen können, erklärte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. 1978 kam er zur Herzhäuser Einsatzabteilung, von 1995 bis 2010 war er Wehrführer. Als Kreisausbilder Atemschutz leitete er mehr als 150 Lehrgänge und betreute die Strecke. Auch zum Sprechfunk und zur Software „Florix“ schulte er Kameraden.

Für die Ehrungen seitens des Verbandes übernahm der Vorsitzende Gordon Kahlhöfer, zuerst das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Karsten Kühler aus Korbach machte sich seit 2001 als Kreisausbilder Truppmann und -führer einen Namen, ab 2015 auch für technische Hilfeleistung. Sven Lemke bildet seit 2005 im Feld Truppmann und -führer aus und ist auch als Schiedsrichter aktiv. Karl-Wilhelm Römer war derweil Wehrführer in Schweinsbühl, bevor er Gemeindebrandinspektor in Diemelsee wurde. Als Kreisausbilder ist er im Sprechfunk aktiv.

Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ging vier Kameraden. Martin Brand, seit 1985 in der Einsatzabteilung in Löhlbach, ist seit 1999 Kreisausbilder für Maschinisten. In diesem Feld ist seit 2007 auch Horst Huhn aktiv – 2012 wurde er Gemeindebrandinspektor in Allendorf. Karl-Heinz Meyer steiß 1994 zur Arolser Einsatzabteilung, 2010 übernahm er die Position des Stadtbrandinspektors. In der Barockstadt ist auch Stefan Richter aktiv, seit 2019 als Wehrführer – darüber hinaus seit 2006 als Kreisausbilder für Sprechfunk.

Ehrungen für Musik- und Jugendarbeit sowie Bürgermeister

Für ihre Unterstützung der Feuerwehren als Bürgermeister erhielten Elmar Schröder (Diemelstadt) und Björn Brede (Frankenau) die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille.

Die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber überreichte Kreis- und Landesjugendfeuerwehrwart Markus Potthof an Torsten Scheuermann, der seit 2015 sein Stellvertreter auf Kreisebene ist. Damit verbunden sei die Leitung des Zeltlagers und folglich „erhebliche Einbußen an Schlaf“. Potthof ließ nicht unerwähnt, dass viele der Geehrten die Jugendfeuerwehr unterstützen.

Die St.-Florian-Medaille in Silber ging an Erich Fischer. Der Benkhäuser war von 2006 bis 2022 Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes: „Du hattest ein offenes Ohr für alle Angehörigen der Feuerwehren im gesamten Landkreis“, hielt Gordon Kalhöfer fest – auch, wenn nicht alle Anrufe freundlich waren, sei er immer ein guter Ansprechpartner geblieben. Auch Karl-Wilhelm Römer erhielt die Medaille – für sein Engagement, das Projekt „Feuerwehr macht Schule“ an der Mittelpunktschule Adorf zu verankern.

Der frühere Kreisstabsführer Christian Engelbracht erhielt für seine 40-jährige Tätigkeit die Dirigentennadel in Gold mit Diamant – ohne ihn sei die Feuerwehrmusik im Kreis unvorstellbar gewesen. Bei Volker Heck reichte die Amtszeit als Kreisausbilder Maschinist nicht ganz für eine Auszeichnung, nach 50 Jahren Feuerwehr überreichten Kalhöfer und Biederbick ihm aber ein Präsent.

Anerkennung für Einsatz der Brandschützer

Beim Ehrungsabend im Sitzungssaal des Kreistags bedankte sich dessen Vorsitzender Rainer Hesse für den Schutz von Leben, Gesundheit und Besitz der Bürger durch die vielen Einsatzkräfte der Feuerwehr: „Ihr Engagement ist enorm. Tag und Nacht stehen Sie bereit, um Menschenleben zu retten und Unheil abzuwehren.“ Das erfordere gute Ausbildung, schnelle Bereitschaft und die Fähigkeit, mit schwierigen Situationen und Anblicken umzugehen. Da müsse gute Ausrüstung zur Verfügung stehen.

Eigentlich seien Ehrungen Teil der Verbandsversammlung, doch wurde die wegen Corona zuletzt digital durchgeführt, erklärte Gordon Kalhöfer: „Was uns im nächsten Jahr erwartet, wissen wir nicht, also führen wir es jetzt durch.“ (wf)

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