Tag der offenen Tür in Frankenberg

Kreiskrankenhaus zeigte, wie Prothesen ins Knie kommen

Frankenberg. Die Personalkantine des Kreiskrankenhauses in Frankenberg ist prall gefüllt. In den Stuhlreihen sitzen allerdings keine Mitarbeiter: Deutlich mehr als 100 Besucher sind zum Tag der offenen Tür der Fachklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie gekommen.

An diesem Nachmittag wird den Gästen einiges an Informationen geboten: Im Mittelpunkt stehen dabei immer sogenannte Endoprothesen, also künstliche Gelenke, die dauerhaft im Körper bleiben. Vier Vorträge und zwei Führungen bilden das Rahmenprogramm. Seit letztem Jahr ist das Krankenhaus ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum, pro Jahr werden rund 450 Prothesen eingesetzt (siehe Hintergrund rechts).

Die vielen Besucher nutzen die Möglichkeit, sich zwanglos zu informieren. Auch viele Prothesen-Patienten sind unter den Gästen, um mehr über den neusten Forschungsstand zu erfahren. Berührungsängste abbauen gilt es bei der ersten Führung durch das Haus. Im sonst sterilen Operationssaal tummeln sich rund 40 Interessierte und hören Karin Felski, der OP-Managerin, aufmerksam zu. „Als lokales Traumazentrum können wir jede Verletzung - bis auf schwere Verletzungen am Kopf oder der Wirbelsäule - behandeln“, sagt Felski, die seit 1975 im Frankenberger Krankenhaus arbeitet.

Kein Goldschmuck: Dieses glänzende Stück Metall ersetzt kaputte Kniegelenke.

Bei vielen Fragen geht es um Infektionskrankheiten, besonders um multiresistente Keime. „Das ist an sich kein neues Thema, das gab es schon immer. Bei normaler Krankenhaushygiene herrscht keine besondere Gefahr“, sagt Felski zur Beruhigung.

In der chirurgischen Ambulanz erwartet Sabine Drössler die Besucher. „Für jeden Patienten sind wir die erste Anlaufstelle. Die Bandbreite reicht von Zahnschmerzen bis zu offenen Brüchen“, sagt die Ambulanzschwester. „Die Klassiker sind Schul- oder Arbeitsunfälle. Polytrauma, also mehrfache, schwere Verletzungen, werden direkt in den Schockräumen behandelt.“

Hintergrund: Zentrum für Endoprothetik

Mit jährlich bis zu 450 endoprothetischen Eingriffen, also dem Einsetzen dauerhafter Gelenksprothesen, hat das Krankenhaus Frankenberg eine „Tradition“, wie Dr. Oliver Schuppan, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, sagt. Durch die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum erhofft sich das Krankenhaus eine bessere Qualitätskontrolle.

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