Künstler und Heimatforscher mit Kulturpreis ausgezeichnet

„Konzert der Kulturtreibenden“: Die Gewinner des Kreiskulturpreises 2015 bei der Preisverleihung im Kloster Flechtdorf. Foto:  Figge

Waldeck-Frankenberg. „Kultur trägt zur Identität einer Nation und auch einer Region bei“, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat am Dienstagabend bei der Verleihung des Kulturpreises.

Dafür, Waldeck-Frankenbergs Charakter geprägt zu haben, sind Menschen ausgezeichnet worden, die ganz unterschiedliche Werke vollbracht haben.

Die Preisverleihung fand in der Flechtdorfer Klosterkirche statt – der Förderverein des Klosters erhielt einen der Hauptpreise für Erhaltung, Restauration und Nutzung der historischen Gebäude. Nach Tausenden von Besuchern sei die Bedeutung des Klosters wieder präsent, freute sich Vorsitzender Helmut Walter.

Zweiter Hauptpreisträger war der Männergesangverein „Liedertafel“ Goddelsheim. Der Meisterchor bewahre eine große Tradition, befand der Landrat – Vorsitzender Thomas Behle berief sich auf den langjährigen Chorleiter Heribert Middeke: „Wir wollen den Menschen Freude machen.“ Dieses Versprechen machten die Sänger stimmgewaltig wahr.

Begrüßt hatte die Gäste das Waldeckische Kammerorchester unter Leitung von Rainer Böttcher, dem dritten Hauptpreisträger. Der Arolser nimmt auch bei Schulmusik, Barockfestspielen und dem Salonensemble „Cappuccino“ eine zentrale Rolle ein und erhielt den Preis für sein Lebenswerk. „Das soll aber nur eine Wegmarke sein“, versicherte der Landrat. Böttcher befand, dass sein Wirken ihn jung halte. „Ich bin stolz, dass ich im Konzert der Kulturtreibenden geehrt werde,“ lobte er den breiten Kulturbegriff des Preises.

Dieser zeigte sich auch bei den Sonderpreisträgern: Der Korbacher Stadtführer Hans Osterhold hat Besuchern und Einheimischen die Hansestadt näher gebracht. Bislang sei seine größte Ehrung ein Schulterklopfen inklusive „Hast du gut gemacht“ gewesen, mehr brauche er nicht.

Eine Waldecker Spezialität wurde mit dem Spielzeugmuseum Massenhausen ausgezeichnet. Vor 15 Jahren beim Wettbewerb „Unser Dorf“ gegründet, hat der dazugehörige Verein es stetig weiterentwickelt und lockt Gäste zu Spielzeug aus Kindheit oder Kindheitsträumen.

Der Jugendpreis ging an die Musikgruppe der Schlossbergschule Rhoden und an Torben Schott aus Goddelsheim. Die Schüler bewiesen, dass sie nach den Ferien nichts verlernt hatten, Lehrerinnen erklärten den langen Weg zur musikalischen Schule: Instrumentenspenden, viel Nachmittagsuntericht und AGs, Offenheit für alle und Disziplin führten zum „unvergleichlichen Glücksmoment“.

Mit dem 17-jährigen Torben Schott kam ein zweiter Preisträger aus Goddelsheim – Anlass, die Liedertafel am Klavier zu begleiten. Sein Talent an der Geige bewies er schon mit dem Kammerorchester, anstelle von Dankesworten las er seine Kurzgeschichte „Mordslust“ vor.

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