Dienstag Entscheidung über Sperrungen

Nach Besucheransturm: Lage in Willingen entspannt sich

Der Betrieb auf den Willinger Pisten ist Montag geringer als in der Vorwoche, an anderen Hängen waren nur vereinzelte Rodler zu sehen. Über eine Sperrung wird am Dienstag entschieden.
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Der Betrieb auf den Willinger Pisten ist Montag geringer als in der Vorwoche, an anderen Hängen waren nur vereinzelte Rodler zu sehen. Über eine Sperrung wird am Dienstag entschieden.

Nach dem Ansturm vom Wochenende ist es im Willinger Skigebiet ruhiger geworden. Über neue Regeln wird am Dienstag entschieden.

  • In Willingen gab es seit Weihnachten einen wachsenden Andrang von Tagesgästen – trotz des Lockdowns und der hohen Corona-Inzidenz im Landkreis.
  • Nachdem das benachbarte Winterberg seine Pisten geschlossen hatte, erreichte das einen neuen Höhepunkt. Die Polizei sperrte Zufahrtsstraßen.
  • Dienstag fällt die Entscheidung über eine Verfügung des Landkreises: Erwartet wird eine Sperrung von Pisten und Parkplätzen.

Willingen (Upland) – Nachdem Besucher trotz der Corona-Regeln am Wochenende in Massen Willingen angesteuert haben, hat sich die Lage am Montag beruhigt: Auf den Pisten und Parkplätzen herrschte deutlich weniger Betrieb als noch in der Vorwoche. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitet derweil an der angekündigten Verfügung, mit der sämtliche Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze polizeilich geschlossen werden sollen.

Am Dienstagmorgen soll die Entscheidung fallen, der Krisenstab des Landkreises bewertet dann zusammen mit Gemeinde und Polizeidirektion die Lage. Die Regelung gelte dann voraussichtlich bis 10. Januar, erklärt Pressereferentin Ann-Katrin Heimbuchner.

Die Gemeinde habe sich vor Weihnachten Gedanken gemacht, wie mit etwaigen Besuchern umzugehen sei, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte – mit der letztendlichen Anzahl habe sie aber nicht gerechnet. Da diese sich verteilen konnte, sei es zuerst im Großen und Ganzen zu verantworten gewesen – und dann verkündete das benachbarte Winterberg am Samstag die Sperrung seiner Pisten.

Straßen nach WIllingen gesperrt: 2500 Autos müssen umkehren

Es sei reagiert worden, doch dauerte es dennoch drei Stunden, um den Verkehr zu entzerren. Sonntag beschlossen Polizei, Gemeinde und Kreis dann die Sperrung der Zufahrtsstraßen: Wer einen gerechtfertigten Grund für seine Fahrt ins Upland vorbringen konnte, wurde durchgelassen, rund 2500 Fahrzeuge wurden zurückgeschickt, erklärt Jörg Dämmer, Sprecher der Polizeidirektion. Hier und da habe manch einer über Schleichwege dennoch seinen Weg gefunden.

Auch die Polizei hatte mit dem Ansturm am Wochenende nicht gerechnet, der auf die Winterberger Entscheidung folgte. Die Stadt meldete sich erst am Sonntag in Willingen, erklärt Thomas Trachte – er betont, dass die Zusammenarbeit sonst gut sei. Nun wollen die beiden Kommunen besser in Kontakt bleiben, um zu vermeiden, dass die eine bei unterschiedlich strengen Vorschriften Besucher der anderen auffängt.

Willingen: Zur Pandemie-Bekämpfung daheim bleiben

Bei der Sperrung der Zufahrtsstraßen erhielten die hiesigen Polizisten Unterstützung aus Kassel, bei weiteren Maßnahmen leistet die Bereitschaftspolizei Hilfestellung, erklärt Jörg Dämmer. Auch wenn die Lage jetzt wieder ruhig sei, Urlaube um die Feiertage vorüber seien und das Ende der Ferien in NRW bevorstehe, werde die Lage täglich neu bewertet.

Thomas Trachte stellt noch klar: Auch wenn mit dem Besucherandrang im Lockdown unschöne Erscheinungen wie ausgiebiges „Wildpinkeln“ einhergehen: Maßgeblich für die ab Mitte der Woche erwarteten Sperrungen von Pisten und Parkplätzen sei der Infektionsschutz. „Uns blutet das Herz, weil wir eigentlich ein gastfreundlicher Ort sind“, sagt er. Aber zum Schutze der Gesundheit bleibe keine andere Wahl: „Bitte unterstützen Sie uns im Kampf gegen die Pandemie und bleiben Sie zuhause.“ (wf)

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