Vorräte vom vergangenen Winter

Lager voll: Kommunen sparen Geld beim Streusalz

Berge von Streusalz liegen auf Halde. Foto: Schulze

Waldeck-Frankenberg. Deutlich weniger Streusalz als in den Vorjahren haben die Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg im milden Winter 2013/2014 verbraucht. Weil die Lager noch voll sind, sparen die Kommunen dieses Jahr bares Geld.

Gleichwohl sind Städte und Gemeinden für den bevorstehenden Winter gerüstet.

„Wir haben dieses Jahr kein Salz gekauft, weil wir noch 600 Tonnen haben“, sagt Martin Hecker, Betriebshofleiter in Frankenberg, der HNA.

Ähnlich sieht es in Korbach aus: „Unsere Lager sind randvoll“, sagt der Leiter des Eigenbetriebes Technische Dienste und Feuerwehr, Friedhelm Schmidt. Zwischen 300 und 700 Tonnen Salz werden pro Winter in Korbach benötigt. 250 Tonnen liegen parat.

„Unsere beiden Salzsilos sind mit 120 Tonnen Streusalz voll. Außerdem halten wir noch 25 Tonnen Salz als Sackware bereit“, sagt Karsten Happel, Bauhofleiter der Gemeinde Haina-Kloster, die mit den Orten Löhlbach, Battenhausen und Dodenhausen im Winter sehr oft kritische Bereiche zu betreuen hat.

„Im letzten Winter haben wir rund 30 Tonnen gestreut. Es waren aber auch schon mal über 200 Tonnen“, erklärt Happel. 25 Tonnen Salz hat die Gemeinde Haina im Sommer nachgekauft, „weil das dann 500 Euro günstiger ist“, erklärt Karsten Happel.

Pro Tonne Streusalz kann man 20 Euro sparen, wenn man rechtzeitig bestellt: Das weiß auch Jürgen Querl, Leiter des Bauhofes der Wintersportmetropole Willingen. Doch Querl hat ein Problem: „Wir können nur 150 Tonnen lagern.“ Deshalb müsse Willingen in strengen Wintern das dann teurere Salz nachkaufen. „Letzten Winter haben wir nur 70 Tonnen Salz gestreut. Normal sind bei uns 400 bis 500 Tonnen“, berichtet Querl von den Auswirkungen des milden Winters 2013/2014. Gleichwohl ist Querl mit seinem Team für den Wintereinbruch gerüstet: „Wenn es morgen weiß wird, können wir angreifen“, so der Bauhofleiter. (off)

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