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Land Hessen zahlt 3,4 Millionen für Gemeindefusion von Allendorf und Bromskirchen

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Von: Jörg Paulus

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Symbolbild © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Nach der Gemeindefusion von Allendorf-Eder und Bromskirchen hat die Hessische Landesregierung über die bereits angekündigte Entschuldungshilfe von 3,4 Millionen Euro informiert.

Allendorf/Wiesbaden – „Über den Kommunalen Schutzschirm übernimmt das Land rund 3,4 Millionen Euro der Altschulden. Das kommt der neuen Gemeinde und damit den Menschen vor Ort zugute“, sagt Finanzminister Michael Boddenberg in einer Pressemitteilung der Landesregierung. Bromskirchen hatte sich zum 1. Januar 2023 der Nachbargemeinde Allendorf-Eder angeschlossen; der Gemeindename Allendorf-Eder bleibt damit erhalten.

Seit einigen Jahren unterstützt das Land Hessen Städte und Gemeinden, die sich freiwillig zu einer Fusion entschließen. Nach Oberzent und Wesertal ist der Zusammenschluss von Allendorf und Bromskirchen die dritte freiwillige Gemeindefusion in Hessen seit der Gebietsreform in den 1970ern. „Die Landesregierung unterstützt alle Vorhaben, die zu einer modernen und effektiveren Verwaltung führen. Durch eine wesentlich bessere finanzielle Ausstattung werden insbesondere kleineren Kommunen neue Handlungsspielräume eröffnet“, sagt Innenminister Peter Beuth.

Für die umfangreichen Vorbereitungs- und Umsetzungsmaßnahmen, wie die Machbarkeitsstudie, den Bürgerentscheid, die Ausarbeitung des Grenzänderungsvertrages sowie Öffentlichkeitsarbeit, habe das Land eine Unterstützung von 170 000 Euro aus dem Landesausgleichsstock gewährt.

„Die Landesregierung erkennt mit dieser Unterstützung an, dass ein Fusionsprozess von zwei kleineren Kommunen einer enormen personellen und finanziellen Kraftanstrengung bedarf“, heißt es in der Pressemitteilung. „Um zukünftig die notwendige soziale und technische Infrastruktur in allen Ortschaften zu sichern und die Belastungen für die Bürger so niedrig wie möglich zu halten, wird zudem die noch zu bewilligende Investitionsförderung einen wichtigen Beitrag für einen erfolgreichen Start leisten.“

Allendorfs Bürgermeister dankt für Unterstützung

„Auf einem langen Weg war uns das Land Hessen stets ein helfender Begleiter bei der fachlichen Beratung und auch der Gewährung der großzügigen monetären Unterstützung durch das Finanzministerium und das Innenministerium. Dafür sind wir sehr dankbar, weil es den Start der neuen Gemeinde wesentlich erleichtert“, sagt Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn in der Pressemitteilung.

„Vor dem Hintergrund der ständig steigenden Anforderungen an die gemeindlichen Verwaltungen stellt die Angliederung der Gemeinde Bromskirchen an die Gemeinde Allendorf einen richtigen und sinnvollen Schritt für die Entwicklung einer kleinen Gemeinde wie Bromskirchen dar“, so Bromskirchens bisheriger Bürgermeister Ottmar Vöpel.

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