Großveranstaltung im Jahr 2027 – 120-seitige Broschüre

Landesgartenschau: Frankenberg hat seine Bewerbung abgegeben

Die Unterlagen sind komplett: Sie haben am Montag die Bewerbung der Stadt Frankenberg für die Landesgartenschau 2027 auf den Weg gebracht: (von links) Bauamtsleiter Karsten Dittmar, Pressesprecher Florian Held, Bürgermeister Rüdiger Heß und Sophie Bittner vom Fachdienst Stadtentwicklung.
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Die Unterlagen sind komplett: Sie haben am Montag die Bewerbung der Stadt Frankenberg für die Landesgartenschau 2027 auf den Weg gebracht: (von links) Bauamtsleiter Karsten Dittmar, Pressesprecher Florian Held, Bürgermeister Rüdiger Heß und Sophie Bittner vom Fachdienst Stadtentwicklung.

„Wir sind angetreten, um die Landesgartenschau 2027 nach Frankenberg zu holen. Wir setzen auf Sieg.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Rüdiger Heß die Bewerbung der Stadt für die Großveranstaltung in gut sechseinhalb Jahren auf den Weg nach Wiesbaden gebracht – und zwar in schriftlicher und auch in digitaler Form.

Frankenberg – Die Stadt Frankenberg geht mit einem „Konzept 5.0“ ins Rennen – Untertitel „smart, vernetzt, grün“. Die Bewerbungs-Unterlagen für die Landesgartenschau 2027 müssen bis zum heutigen Dienstag, 15. Dezember, in der Landeshauptstadt vorliegen. Im Rennen waren zuletzt neben Frankenberg noch Dillenburg, die Region Oberhessen sowie Schwalmstadt, teilte die Stadtverwaltung mit.

Neben Weihnachtsgrüßen enthält das Bewerbungspaket aus Frankenberg für das Land Hessen insbesondere eine 120-seitige Broschüre mit den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie. Den Besuch einer Bewertungskommission erwartet die Stadt nun im ersten Quartal 2021. „Dabei werden wir uns fachlich präsentieren“, informierte der Bürgermeister. „Mit der Landesgartenschau wollen wir einen weiteren Meilenstein für die Entwicklung der Stadt setzen“, betonte Heß.

Besonders freute er sich über die vielen und sogar internationalen Unterstützer für eine Landesgartenschau in Frankenberg. Unter den aktuell 73 Unterstützern seien unter anderem das Internationale Europeadekomitee, der Arbeitskreis der Wirtschaft, die Region Burgwald-Ederbergland und auch die heimischen Service-Clubs wie Lions, Rotarys und Kiwanis. „In Sachen Landesgartenschau haben wir einen breiten Rückhalt aus der Bevölkerung. Die Menschen hier freuen sich auf diese Großveranstaltung.“

Dabei versprach der Bürgermeister, auch in den nächsten Jahren weiter an der Verbesserung der Infrastruktur der Stadt zu arbeiten. „Wir werden mit den Investitionen nicht nachlassen“, sagte Heß, bis zur Landesgartenschau 2027 solle auch die Sanierung des Ober- und Untermarktes abgeschlossen sein.

Beim Versenden der Unterlagen galt der Dank des Bürgermeisters vor allem seinen Mitarbeitern für Einsatz und Kreativität sowie der Bevölkerung für viele Vorschläge – beispielsweise bei der Ideenrallye im Mai und bei der Info-Veranstaltung „Kultur trifft Natur“ im September auf dem Burgberg – „und das unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie.“

Zu einer Landesgartenschau in Frankenberg erwartet die Stadt zwischen 350 000 und 450 000 Besucher. Das potenzielle Gelände soll sich aus den Bereichen Ederauen, Teichgelände und Burgberg zusammensetzen, der geplante Rundweg ist fünf Kilometer lang.

Die Kosten für die Landesgartenschau sollen sich auf 19 Millionen Euro für dauerhafte Investitionen und 9,8 Millionen Euro für die Durchführung belaufen.

Die Förderquote des Landes Hessen für eine Landesgartenschau liegt bei 60 Prozent, an Einnahmen aus Eintrittsgeldern werden 4,3 Millionen Euro erwartet.  (mjx)

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