Angebot für alle Schüler über 16

Landkreis Waldeck-Frankenberg impft jetzt auch in Schulen gegen Corona

In Bad Arolsen wurden schon rund 100 Schüler geimpft. Mit dabei waren (von links) der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, Schulleiter Markus Wagener und Landkreis-Mitarbeiter Christian Hüttenrauch, der die Impfungen über die mobilen Teams koordiniert.
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In Bad Arolsen wurden schon rund 100 Schüler geimpft. Mit dabei waren (von links) der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, Schulleiter Markus Wagener und Landkreis-Mitarbeiter Christian Hüttenrauch, der die Impfungen über die mobilen Teams koordiniert.

In Waldeck-Frankenberg wird jetzt auch in den Schulen gegen das Coronavirus geimpft. Das Angebot des Landkreises gilt für alle Schüler ab 16 Jahren.

Waldeck-Frankenberg – In der Pandemiebekämpfung sind Impfungen ein wichtiger Baustein – insbesondere im Hinblick auf die Ausbreitung der Delta-Variante, die bundesweit aktuell das Infektionsgeschehen dominiert. Daher hat sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg entschlossen, Vorsorge in den Schulen zu treffen und Impfungen für Jugendliche ab 16 Jahren in den weiterführenden Schulen anzubieten. Am Donnerstag wurde bereits in Bad Arolsen geimpft.

In Waldeck-Frankenberg gebe es rund 3100 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, teilte der Landkreis in einer Pressemeldung mit. Einige seien bereits im Impfzentrum oder durch den Hausarzt geimpft worden. Den anderen werde der Landkreis über die Schulen in den nächsten zwei Wochen ein Impfangebot machen.

Schulleiter: „Impfung ist wie ein Geschenk“

In Bad Arolsen wurden in dieser Woche rund 100 Schüler der Christian-Rauch-Schule (CRS) und der Kaulbachschule durch die mobilen Teams des Landkreises geimpft. Auch ihren Eltern wurde ein Impfangebot gemacht. „Für unsere Jugendlichen ist die Impfung wie ein Geschenk. Wir freuen uns, dass der Landkreis die Impfungen schnell und unbürokratisch bei uns vor Ort ermöglicht“, sagt Markus Wagener, der Leiter der CRS.

„Kinder und Jugendliche sind diejenigen, die in den vergangenen Monaten ganz besonders unter der Pandemie leiden mussten“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Mit der Aktion möchten wir das Infektionsrisiko in den Schulen insbesondere nach den Sommerferien vermindern. Kindern unter 16 Jahren können wir jedoch leider wegen der aktuellen Impfempfehlung des Robert-Koch-Instituts bisher kein Impfangebot machen.“

Um zumindest Jugendliche bestmöglich zu schützen, hat der Kreis allen weiterführenden Schulen in Waldeck-Frankenberg angeboten, noch vor den Ferien vor Ort alle Schülern ab 16 Jahren zu impfen. Dies soll in den kommenden zwei Wochen stattfinden, sodass die Zweitimpfung nach sechs Wochen noch in die Sommerferien fällt, die am 16. Juli beginnen. Auf diese Weise sollen so viele Jugendliche wie möglich zum Schulstart vollständig durch eine Immunisierung geschützt sein.

Eltern müssen zustimmen und dabei sein

Der Landkreis sei im Gespräch mit weiteren Schulen: „Wir stehen in Abstimmung mit den jeweiligen Schulleitungen, um jetzt unmittelbar weitere Angebote für Schülerinnen und Schüler zu machen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese.

Da viele der Jugendlichen noch minderjährig sind, weist der Landkreis darauf hin, dass das schriftliche Einverständnis von beiden Erziehungsberechtigten zur Impfung vorliegen und ein Elternteil bei der Impfung anwesend sein muss. Die Schulen, in denen demnächst geimpft werden soll, werden die Eltern noch einmal entsprechend über alle Details informieren.

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